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Wiedereingliederungsteilzeitgesetz

Überblick über die wichtigsten Fakten zum neuen Gesetz

Mit Juli ist das Wiedereingliederungsteilzeitgesetz in Kraft getreten, das ArbeitnehmerInnen die Rückkehr in den Job nach einer längeren schweren Krankheit erleichtern soll. Hier die wichtigsten Fakten zum Gesetz:

• Das Modell ist sowohl für ArbeitnehmerInnen als auch für Arbeitgeber freiwillig.

• Durch die Wiedereingliederungsteilzeit darf es zu keiner inhaltlichen Änderung des Arbeitsvertrages kommen. Kommt es auf Grund der reduzierten Arbeitszeit zu einer Änderung der Tätigkeiten, ist das nur gestattet, wenn man sich im Rahmen des Arbeitsvertrages bewegt.

• Voraussetzungen für die Wiedereingliederungsteilzeit sind ein Krankenstand von mindestens sechs Wochen, die Beratung durch fit2work oder die Zustimmung des/der  ArbeitsmedizinerIn des Betriebes oder des arbeitsmedizinischen Zentrums, die Erstellung eines Wiedereingliederungsplans, eine Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und ArbeitnehmerIn, die Bestätigung der Arbeitsfähigkeit zum Zeitpunkt des Antrittes der Wiedereingliederung und die Bewilligung der zuständigen Krankenversicherung.

• Die wöchentliche Normalarbeitszeit kann zwischen 25 und 50 Prozent reduziert werden. Zusätzlich darf die vereinbarte wöchentliche Normalarbeitszeit 12 Stunden und das monatliche Entgelt die Geringfügigkeitsgrenze (Wert 2017: 425, 70 Euro monatlich) nicht unterschreiten. Unter gewissen Bedingungen kann die Wiedereingliederungsteilzeit am Beginn auch mit weniger als 50 Prozent der bisherigen Arbeitszeit ausgeübt werden.

• Die Wiedereingliederung kann für einen Zeitraum von ein bis sechs Monaten vereinbart werden. Nach einer sechsmonatigen Wiedereingliederung kann eine neuerliche Verlängerung um ein bis drei Monate beantragt werden. Insgesamt darf die Wiedereingliederungszeit somit maximal neun Monate dauern.

• Das Gehalt wird während der Teilzeitphase entsprechend reduziert. Zusätzlich zahlt die Krankenversicherung ein Wiedereingliederungsgeld in Höhe des anteiligen erhöhten Krankengeldes aus. Beispiel: Eine Arbeitnehmerin reduziert im Rahmen der Wiedereingliederung die wöchentliche Normalarbeitszeit um 50 Prozent. Sie erhält 50 Prozent des bisherigen Entgelts und Wiedereingliederungsgeld in Höhe von 50 Prozent des erhöhten Krankengeldes.

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