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Dienstverhinderung bei Unwetter

Wenn unerfreuliche Anlässe am Arbeiten hindern

Wer aufgrund von Naturereignissen wie heftigen Unwettern, Überflutungen und Murenabgängen gar nicht oder nicht ganz pünktlich zur Arbeit kommen kann, braucht keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen zu fürchten. "Es handelt sich um einen Verhinderungsgrund, der das Fernbleiben rechtfertigt", so Bernhard Achitz, Leitender Sektretär des ÖGB.

Sollte ein Arbeitgeber eine Verspätung oder das Fernbleiben zum Anlass für eine Entlassung nehmen, so ist diese jedenfalls dann unberechtigt, wenn der Arbeitnehmer alles ihm Zumutbare unternommen hat, um den Arbeitsplatz rechtzeitig zu erreichen. Einfach daheim bleiben geht also nicht. So müsse der Arbeitgeber von der verspätung oder der Verhinderung informiert werden.


Entgeltfortzahlung im Kastastrophenfall
In Katastrophenfällen gibt es die gesetzlich geregelte Entgeltfortzahlung. Seit 2014 gilt diese nicht nur für Angestellte, sondern auch für Arbeiter. Während bei Angestellten der Entgeltfortzahlungsanspruch beim Ausfall in der Arbeit gesetzlich geregelt ist, gab es bis 2013 bei den ArbeiterInnen abweichende Regelungen. Der ÖGB hatte sich erfolgreich für diese Angleichung eingesetzt.

Für Angestellte regelt § 8 Abs. 3 Angestelltengesetz, wann trotz Dienstverhinderung das Entgelt weiterbezahlt werden muss. Dieser Gesetzesstelle zufolge behalten Angestellte den Anspruch auf Entgelt, wenn sie durch wichtige, ihre Person betreffende Gründe ohne Verschulden während einer verhältnismäßig kurzen Zeit an der Dienstleistung verhindert sind.

Mehr Infos gibt es auf dem Portal der Arbeiterkammern 

 

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