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Regierung torpediert gesunde Arbeitsplätze in Gastronomie

„Aus für Rauchersteuer ist verantwortungslos“

„Nach dem Aus für das generelle Rauchverbot in der Gastronomie beweist die Regierung erneut, dass sie auf den Gesundheitsschutz der rund 200.000 Kolleginnen und Kollegen und rund 10.000 Lehrlinge pfeift“, so Berend Tusch, Vorsitzender des Fachbereichs Tourismus in der Gewerkschaft vida, nach der eilig wieder zurückgezogenen „Rauchersteuer“ für Wirte. „Es ist unverantwortlich, dass Beschäftigte künftig bis zu 12 Stunden im gesundheitsschädlichen Tabakqualm arbeiten müssen und sich niemand für Präventionsmaßnahmen verantwortlich fühlt. Die Regierung agiert unter der Devise: Mehr Arbeit, weniger Gesundheit“, ärgert sich der vida-Gewerkschafter.

Oberstes Ziel muss weiterhin sein, die Zahl der Raucherinnen und Raucher zu senken und den Gesundheitsschutz in Österreich voranzutreiben. „Es geht hier vor allem um wichtige Weichenstellungen und Maßnahmen, um den Raucheranteil unter jungen Menschen zu reduzieren“, fordert Tusch.

Tusch zeigt sich verwundert, dass nur die Wirtschaftsseite bei der Entstehung des neuen Gesetzes ein Mitspracherecht bekommen soll: „Die hunderttausend Betroffenen haben sich auch eine entsprechende Stimme verdient. Als oberster Gewerkschaftsvertreter für den Bereich Tourismus erwarte ich mir hier eine Einbindung auf Augenhöhe. Es wird ja wohl niemand davon ausgehen, dass die Regierung schlechten Arbeitsbedingungen im Tourismus den roten Teppich ausrollt und die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer das stillschweigend hinnehmen müssen.“

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