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2,6 Prozent Gehaltsplus für Beschäftigte in der IT-Branche

Praktikantenregelung schafft Rechtssicherheit für MitarbeiterInnen in Ausbildung

Nach schwierigen, aber letztendlich konstruktiven Verhandlungen haben sich die GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier) und der Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT) in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) am 20. Dezember in der fünften Verhandlungsrunde auf einen neuen Kollektivvertrag für die rund 50.000 Beschäftigten in der IT-Branche geeinigt. Die Mindestgrundgehälter werden um 2,6 Prozent und die IST-Gehaltssumme im Durchschnitt um 2,5 Prozent angehoben. Lehrlingsentschädigungen und kollektivvertragliche Zulagen werden um jeweils 2,6 Prozent erhöht. Der Kollektivvertrag tritt mit 1. Jänner 2018 in Kraft.

Außerdem einigten sich die Verhandlungspartner auf Verbesserungen im Rahmenrecht, von denen unter anderem MitarbeiterInnen in Ausbildung profitieren werden: eine neue Praktikantenregelung sieht vor, dass PflichtpraktikantInnen zukünftig nach dem 3. Lehrjahr bezahlt werden. Schreibt die Schul- und Studienordnung eine Praktikazeit von mehr als 6 Monaten vor, gebührt die Lehrlingsentschädigung des 4. Lehrjahres. StudienpraktikantInnen, für die kein Pflichtpraktikum vorgesehen ist, können zum Zweck der Ausbildung pro Kalenderjahr sechs Monate beschäftigt werden. Voraussetzung dafür ist ein Ausbildungsplan. Weitere technische Anpassungen schaffen erhöhte Rechtssicherheit in der KV-Anwendung in der Praxis.

„Das harte Ringen um den Abschluss hat sich gelohnt“, kommentiert GPA-djp-Wirtschaftsbereichssekretär Bernhard Hirnschrodt: „Wir haben eine faire Gehaltserhöhung erreicht, die klare Regelungen zur Bezahlung und Vertragsgestaltung bringen Klarheit und Rechtssicherheit für junge Menschen in dieser modernen Branche.“
„Trotz anfänglicher Schwierigkeiten konnte ein für beide Seiten tragbarer Kompromiss erzielt werden. Mit der neuen Praktikantenregelung können IT Betriebe verstärkt in die Ausbildungeinbezogen werden. So können Fachkräfte optimal auf die beruflichen Anforderungen vorbereitet werden“, freut sich Martin Zandonella, Verhandlungsleiter auf Arbeitgeberseite und Berufsgruppensprecher IT sowie Obmann-Stv. im Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie über Verbesserungen, die mehr Flexibilität in der täglichen Praxis bringen.

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