Burgenland

Kundgebung in Weiz

Burgenlanddelegation war unter den TeilnehmerInnen

Einen Tag vor der vierten Verhandlungsrunde mit dem Fachverband der Maschinen- und Metallwarenindustrie (FMMI) bei den Kollektivvertragsverhandlungen Metallindustrie und Bergbau, hielten die Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp vor den Betrieben der FMMI-Chefverhandler und des FMMI-Obmanns Kundgebungen ab. Unter den 900 TeilnehmerInnen bei der Firma Mosdorfer GmbH der Knill-Gruppe in Weiz, waren auch 50 aus dem Burgenland. Sie forderten sozialpartnerschaftliche Verhandlungen und gerechte Lohn- und Gehaltserhöhungen.

Der Ärger der Beschäftigten richtet sich gegen den bisherigen Verhandlungsstil des FMMI. Das derzeitige Angebot der FMMI-Arbeitgeber mit 2,0 Prozent und maximal 70 Euro Erhöhung der Ist-Löhne und -Gehälter bedeutet deutliche Realeinkommensverluste. Mindestlöhne und Zulagen sollen nach der Vorstellung der FMMI-Vertreter überhaupt nicht erhöht werden. Als Bedingung dafür müssten die ArbeitnehmerInnen noch Verschlechterungen bei den Arbeitszeitregelungen mit weniger Überstundenzuschlägen und Arbeitstagen bis zu 12 Stunden in Kauf nehmen.

"Das Angebot ist reine Provokation und keine Sozialpartnerschaft auf Augenhöhe", erklärt Anton Wesselich, PRO-GE-Landessekretär im Burgneland. "Die Chefverhandler des FMMI haben diese Auseinandersetzung bewusst vom Zaun gebrochen. Wir haben den Konflikt nicht gesucht, scheuen uns aber nicht ihn zu führen, wenn wir müssen."

Am Mittwoch und Donnerstag der Vorwoche fanden im Burgenland an 14 Standorten Betriebsversammlungen in FMMI-Betriebenstatt. Die Gewerkschaften fordern weiterhin 100 Euro, aber mindestens 3,4 Prozent, mehr Lohn und Gehalt. "Wir fordern den FMMI auf, in der vierten Verhandlungsrunde einzulenken und ein anständiges Angebot vorzulegen", Wesselich. "Sollten die Arbeitgeber-Verhandler den Konfrontationskurs beibehalten, können wir den Druck aber weiter erhöhen. Wir sind noch nicht am Ende unserer Möglichkeiten angelangt."

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