Oberösterreich

Gewerkschaften erhöhen Druck:

Betriebsversammlungen in der gesamten Metallindustrie Mehr als 500 oö. BetriebsrätInnen legen weitere Schritte fest

Am 25. Oktober fanden aufgrund der stockenden Lohn-und Gehaltsverhandlungen für die 186.000 Beschäftigten der Metallindustrie sieben regionale BetriebsrätInnen-Konferenzen statt. Mehr als 500 BetriebsrätInnen trafen sich in Hörsching bei Linz. Österreichweit informierten sich mehr als 1.500 TeilnehmerInnen sich über den Stand der Verhandlungen. Das Stimmungsbild ist eindeutig: Die Verärgerung unter den BetriebsrätInnen ist groß, denn nicht einmal in Zeiten einer wirtschaftlichen Hochkonjunktur und nach bereits mehr als einmonatigen Verhandlungen sind die Arbeitgeber bereit, ein aufrichtiges und faires Angebot für Lohn- und Gehaltserhöhungen oder Verbesserungen im Rahmenrecht zu legen.

Betriebsversammlungen ab 31. Oktober als erster Schritt
Daher erhöhen Die Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp den Druck. Ab heute werden Betriebsversammlungen einberufen und zwischen 31. Oktober und 6. November in der gesamten Metallindustrie durchgeführt.
Die BetriebsrätInnen aller Fachverbände der Metallindustrie stehen geschlossen hinter den gewerkschaftlichen Forderungen und haben in einer Resolution neben den Betriebsversammlungen - abhängig vom Verhandlungsverlauf am 30. Oktober -  einstimmig beschlossen, weitere Schritte festzulegen. Sollte es notwendig sein, wird es gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen geben.

Verhöhnung der Beschäftigten
„Die Verhandlungsweise einiger Arbeitgeber verhöhnt die Beschäftigten, die diesen wirtschaftlichen Erfolg erarbeitet haben. Die positiven wirtschaftlichen Daten der Wirtschaftsforschungsinstitute und der Statistik Austria werden angezweifelt und als nicht relevant für die Branche dargestellt. Stattdessen will man zum Beispiel über die Inflationsrate in den Exportländern als Basis für die Lohnerhöhung von ArbeitnehmerInnen in Österreich reden“, kritisiert Verhandlungsleiter Rainer Wimmer, Vorsitzender der PRO-GE.

Verschlechterungen und kein Angebot für Lohn- und Gehaltserhöhungen
Bei den Verhandlungen mit dem Fachverband Metalltechnische Industrie liegt nach drei Verhandlungsrunden das erste Angebot für weitere Gespräche bei null Prozent. Zudem sollen etwa die Aufwandsentschädigungen für Dienstreisen nicht erhöht, sondern halbiert werden. „Dieses Null-Angebot und die zusätzlich geforderten Verschlechterungen haben Auswirkungen auf den gesamten Kollektivvertrag und treffen somit alle Beschäftigten der Metallindustrie. Das werden wir nicht unbeantwortet lassen und ab sofort den Druck in allen Arbeitgeber-Verbänden der Metallindustrie erhöhen“, betont Wimmer.

Artikel weiterempfehlen

Newsletterauswahl

OÖ Infos@News

Geschlecht
Geschlecht:
Name
© Österreichischer Gewerkschaftsbund | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutz | Inhalt