Oberösterreich

Unterschriften gegen Kindergartengebühren übergeben

11.913 Menschen sprechen sich gegen neue Belastungen für Eltern aus

ÖVP und FPÖ planen in Oberösterreich eine Gebühr für die Nachmittagsbetreuung in Kindergärten. Das bedeutet eine massive Verschlechterung für berufstätige Eltern und die Beschäftigten in Kinderbetreuungseinrichtungen. Der ÖGB und die Gewerkschaften Younion, vida und GPA-djp sammelten deshalb Unterschriften gegen diese Strafgebühr für Eltern. In den wenigen Tagen seit Start der Aktion haben bereits rund 12.000 Menschen den Aufruf der Gewerkschaften für kostenlose Nachmittagsbetreuung im Kindergarten unterzeichnet.

„Wir vertreten die MitarbeiterInnen in den Kindergärten und Krabbelstuben. Wenn sich durch die geplanten Kindergartensteuern die Arbeitsbedingungen verschlechtern, Wochenstunden gestrichen oder Kolleginnen gekündigt werden sollen, können wir das nicht hinnehmen. Umso mehr freuen wir uns über die mehr als 11.900 UnterstützerInnen“, sagt Alfred Eckerstorfer, Vorsitzender der Gewerkschaft younion Linz Stadt. Gemeinsam mit PersonalvertreterInnen aus seinem Team überbrachte er am Montag, 4. Dezember, die Unterschriften Landeshauptmann Thomas Stelzer.

„Alleine im Bereich der Stadt Linz rechnen wir damit, dass mit Einführung von Gebühren bis zu 100 Arbeitsplätze in Kindergärten und Krabbelstuben vernichtet werden. Die Hauptbetroffenen sind wiederum Frauen“, kritisiert Karin Decker, Landesfrauenvorsitzende der younion OÖ und Personalvertreterin der Beschäftigten in den Kinderbetreuungseinrichtungen.

Auf der Strecke bleiben aber nicht nur die Beschäftigten, sondern auch jene Eltern, die aus beruflichen Gründen auf Kinderbetreuung angewiesen sind und die vor massiven Schwierigkeiten stehen, wenn in ihren Heimatgemeinden die Nachmittagsbetreuung wegen weniger Nachfrage wegfällt. „Mit mehr als 11.900 Unterschriften setzen wir ein klares Signal gegen die familienfeindlichen Kindergartengebühren. Den jungen Eltern im Land liegt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf am Herzen, darum sollte das Kinderbetreuungsangebot der Landesregierung nicht dermaßen gleichgültig sein“, Christian Jedinger, Personalvertreter am Magistrat Linz.

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