Salzburg
Tag der Arbeit Tag der Arbeit

Höhere Löhne als Mittel zur Armutsbekämpfung

Am internationalen Tag für die Beseitigung der Armut (17. Oktober) erinnert ÖGB-Vorsitzender Peter Eder daran, dass auch im vermeintlich reichen Österreich das Thema Armut alltäglich ist. „Wir haben zwar das Privileg in einem wohlhabenden Staat zu leben, dennoch ist Armut auch hierzulande kein Fremdwort. Eine im Mai dieses Jahres veröffentlichte Studie hat gezeigt, dass im Bundesland Salzburg 55.000 Menschen armutsgefährdet sind. Das entspricht einer Armutsgefährdungsquote von 10,3 Prozent“, erklärt Eder.

Der neu gewählte Vorsitzende verweist auf Forderungen, die der ÖGB bei der Landeskonferenz in diesem Zusammenhang beschlossen hat. „Die Mindestsicherung ist das letzte soziale Netz, das vor Armut schützt, und ein wichtiges Sprungbrett zurück in den Arbeitsmarkt. Jeglichen Kürzungsideen ist daher eine Absage zu erteilen“, sagt Eder.

Nach der bereits beschlossenen schrittweisen Einführung von 1500 Euro Mindestlohn in allen Kollektivverträgen fordert der ÖGB als nächsten Schritt 1700 Euro Mindestlohn. „Ein höherer Mindestlohn kann vielen armutsgefährdeten Familien ein besseres Leben ermöglichen. Höhere Beiträge sichern zudem eine höhere Pension zu einem späteren Zeitpunkt. Darüber hinaus steigern höhere Mindestlöhne die Kaufkraft und tragen somit zu einem Wirtschaftswachstum bei“, erklärt ÖGB-Landesgeschäftsführerin Heidi Hirschbichler.

Als bereits umgesetzten wichtigen Schritt zur Armutsbekämpfung wertet Hirschbichler das Aus der Anrechnung des Partnereinkommens bei der Notstandshilfe, die letzte Woche im Nationalrat beschlossen wurde.  „Die ist ein wichtiger Schritt, um vor allem Frauen eine eigenständige Absicherung zu bieten“, so Hirschbichler.

„Es ist die Pflicht des ÖGB auf die Notlage vieler Menschen hinzuweisen. Ziel ist es allen Menschen ein würdevolles Leben zu ermöglichen und gemeinsam die Armut in unserer Gesellschaft zu überwinden“, sagt Peter Eder abschließend.

 

 

Artikel weiterempfehlen

Newsletterauswahl

ÖGB Salzburg Infomail

Geschlecht
Geschlecht:
Name
© Österreichischer Gewerkschaftsbund | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutz | Inhalt