Steiermark

Frauen 4.0 geben Gas

Es braucht mehr Frauen in Spitzenfunktionen des ÖGB und der Gewerkschaften, fordert die Landesfrauenkonferenz.

"Gute Arbeit für alle" fordern die ÖGB-Frauen und wollen damit eine Einteilung in Männer- und Frauenarbeit samt unterschiedlicher Bezahlung hinfällig machen. Unbezahlte Familienarbeit muss aufgewertet, partnerschaftliche Zugänge dazu sollen verbessert werden.

"Die Entlohnung ist eine der zentralen Fragen", sagt die zur ÖGB-Frauenvorsitzenden gewählte LAbg. Helga Ahrer. Es gehe um den Niedriglohnbereich, der überwiegend von Frauen besetzt ist. Das sei nicht nur eine Frage der Geschlechtergerechtigkeit, sondern auch konkret ein Problem der Altersarmut von Frauen.

Gefordert wird von den Frauen eine Kampagne "Gute Arbeit für alle". Denn nur wenn die Teilung in unterschiedlich bezahlte Männer- und Frauenarbeit überwunden ist, schließe sich die Lohnschere. Die Antwort auf Arbeit 4.0 könne nur in verstärkter Bildung liegen.

Kritik gab es auch nach innen. So würden noch immer Themen zur Gleichbehandlung als Frauenthema abgehandelt werden. Ahrer: "Geschlechtergerechtigkeit ist eine grundlegende Voraussetzung für eine solidarische Gesellschaft." Mehr Frauen in Spitzenpositionen könnten das glaubwürdig nach außen vertreten.

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