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Tirol

Neiddebatte auf Rücken von Kindern ist beschämend!

AlleinverdienerInnen als große VerliererInnen der Regierungspläne

„Jedes Kind ist gleich viel wert. EU-Bürger, die in Österreich arbeiten, zahlen dieselbe Summe in den Familienlastenausgleichsfonds ein wie österreichische Staatsbürger. Es sollte daher selbstverständlich sein, dass diese Menschen auch Anspruch auf gleiche Leistungen haben!“, kommentiert Tirols ÖGB-Frauenvorsitzende Silvia Nagele die Pläne der türkis-blauen Regierung und weiter: „Die Neiddebatte auf dem Rücken von Kindern auszutragen, ist beschämend!“

Am Mittwoch soll im Ministerrat der „Familienbonus Plus“ beschlossen werden. Nagele zeigt sich skeptisch gegenüber der heutigen Ankündigung eines Vorschlags, wie auch nichtsteuerzahlenden AlleinerzieherInnen von den geplanten Maßnahmen profitieren können. „Nach den bisher veröffentlichten Plänen profitieren ausschließlich diejenigen, die ohnehin schon gut verdienen: reiche Familien mit vielen Kindern. Vor allem AlleinverdienerInnen mit geringen Einkommen wurden bislang überhaupt nicht berücksichtigt. Die so angepriesene Steuererleichterung bringt Eltern mit niedrigen Einkommen absolut gar nichts!“

In Österreich funktioniert Familienförderung zu einem sehr großen Teil durch direkte Geldleistungen. „Steuererleichterungen für Familien sind nichts Anderes als noch mehr Familienförderung in Form von Geld. Sinnvoller wäre es, Geldleistungen durch zusätzliche Sachleistungen zu ergänzen, zum Beispiel durch leistbare Kindergärten und an die Arbeitszeiten angepasste Öffnungszeiten sowie Nachmittagsbetreuung an den Schulen. Ganztagsbetreuung in den Schulen würde sich auch positiv auf Chancengleichheit sowie Bildungsgerechtigkeit für jedes Kind auswirken“, ist auch Tirols ÖGB-Vorsitzender Philip Wohlgemuth überzeugt.

Nagele verweist auf einen weiteren Aspekt: „Das würde wiederum mehr Frauen ermöglichen, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen und so die Familieneinkommen zu erhöhen. Dadurch würde nicht nur der finanzielle Druck vieler Familien wegfallen, sondern auch die Öffentlichkeit würde davon profitieren, denn berufstätige Frauen zahlen Steuern und Sozialversicherungsbeiträge. Zudem entstehen zusätzliche Arbeitsplätze in Kinderbildungs- und Kinderbetreuungseinrichtungen.“
 

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