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Tirol

Aktion 20.000 weiterführen!

Verbesserungen für 1.100 TirolerInnen nicht aufs Spiel setzen

Vor dem Aus steht derzeit die Aktion 20.000, für die Innsbruck Modellregion war. „Das AMS spricht von einem Potential von bis zu 1.100 Personen, die alleine in Innsbruck durch diese Initiative zur Integration älterer Langzeitarbeitsloser in den Arbeitsmarkt vermittelt werden könnten. Ihnen hat die Aktion 20.000 eine vielleicht letzte Chance auf dem Arbeitsmarkt ermöglicht und auch ein gewisses Maß an Selbstvertrauen und Würde zurückgegeben. Das darf man nicht so einfach aufs Spiel setzen!“, appelliert Tirols ÖGB-Vorsitzender Philip Wohlgemuth. Er setzt sich vehement für eine Fortführung der Aktion ein. „Bisher konnten 73 Personen vermittelt werden. Der Rückgang der Arbeitslosenquote bei den über 50Jährigen beträgt derzeit 7,7 Prozent, das ist ein unglaublicher Erfolg!“ Ohne die Aktion 20.000 wären es lediglich 3,5 Prozent, beruft sich Wohlgemuth auf die aktuellen AMS-Zahlen. Derzeit sind in Innsbruck 2.397 Arbeitslose über 50 vorgemerkt (Quelle: AMS Tirol, Stand Dez. 2017).

Der Erfolg der Aktion ist nicht nur an den individuellen Aussagen vieler Menschen zu erkennen, die endlich wieder Arbeit gefunden haben, sondern auch durch Zahlen und Fakten belegbar: In den Pilotregionen der Aktion 20.000 ist die Langzeitarbeitslosigkeit der über 50-Jährigen um insgesamt 11,7 Prozent gesunken, während sie im Rest Österreichs um 2,1 Prozent gestiegen ist. „Die Aktion 20.000 war auf ältere, langzeitarbeitslose und in vielen Fällen gesundheitlich beeinträchtigte Menschen ausgerichtet. Die meisten von ihnen finden auch in Zeiten der Hochkonjunktur keinen Job am ersten Arbeitsmarkt – sehr wohl aber, wenn direkt in geförderte Arbeitsplätze investiert wird“, weiß Wohlgemuth und weiter: „Ich kann daher nur an die Politik appellieren, die Aktion 20.000 so schnell wie möglich wieder zu beleben!“

Für zusätzliche Brisanz sorgen die geplanten Verschärfungen beim Arbeitslosengeld. „Künftig soll die Notstandshilfe wegfallen, stattdessen sind die Betroffenen dann auf die Mindestsicherung angewiesen. Das betrifft zum großen Teil wieder Ältere, denn laut AMS-Statistik sind mehr als ein Drittel der BezieherInnen 50 Jahre und älter“, so Wohlgemuth. Er gibt zudem zu bedenken, dass viele ältere ArbeitnehmerInnen – vor allem Frauen – direkt von der Arbeitslosigkeit in die Pension gingen. „Die Jobsuche ist bereits ab einem Alter von 45 Jahren massiv erschwert, manche Unternehmen drängen ältere MitarbeiterInnen sogar aus dem Job, weil sie zu viel kosten. Hier ist die Aktion 20.000 ein probates Mittel um dagegen zu steuern. Das sollte man nicht leichtfertig aufgeben!“, so Wohlgemuth abschließend.

 

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