Vorarlberg

Post reagiert spät aber doch

ÖGB-Landesgeschäftsführerin Manuela Auer: „Jetzt müssen schnell Verbesserungen her, denn das System steht kurz vor dem Kollaps!“

„Es ist eine erste positive Nachricht für die Post-MitarbeiterInnen und die Post-KundInnen in Vorarlberg“, reagiert ÖGB-Landesgeschäftsführerin Manuela Auer auf die angekündigte „Post-Soko“, die die Probleme in Vorarlberg untersuchen soll. „Wichtig ist aber nicht nur Ankündigungspolitik zu betreiben, sondern sofort auch Maßnahmen zu setzen“, fordert Auer.

Seit dem Sommer macht der ÖGB unermüdlich auf die Probleme bei der Post in Vorarlberg aufmerksam. Die Reaktionen des Postmanagements beschränkten sich bislang auf Beschwichtigungen und „Schönreden“, wie es ÖGB-Landesvorsitzender Norbert Loacker zuletzt bezeichnet hatte. „Fünf Monate hat es nun gedauert, bis die Kritik und der „Aufschrei“ der PostgewerkschafterInnen gehört wurde“, kritisiert Manuela Auer die späte Reaktion des Postmanagements. Die ÖGB-Geschäftsführerin fordert, „dass sich die „Post-Soko“ die Zustände in ganz Vorarlberg anschaut.“ Es sei nicht nur der Bezirk Bludenz von den Missständen betroffen. „In mehreren Zustellzentren stapeln sich nicht ausgetragene Postsendungen. Im ganzen Land werden Briefe, Paketsendungen, amtliche Mitteilungen und Werbesendungen verspätet zugestellt“, betont Auer.

„Die Situation gehört jetzt auch nicht nur evaluiert, sondern parallel müssen Maßnahmen gesetzt werden, um die Rahmenbedingungen für die MitarbeiterInnen zu verbessern und den Zustellservice wieder auf Vordermann zu bringen“, fordert Auer. „Ich kann der Soko einen Teil der Lösung jetzt schon mit auf den Weg geben: Es braucht mehr Personal, höhere Gehälter und kleinere Zustellbezirke!“

Es sei jetzt auch an der Zeit, endlich die PostgewerkschafterInnen in den Problemlösungsprozess miteinzubeziehen. „Mit den Drohungen und der Angstmacherei muss jetzt Schluss sein“, so Auer. Der Postbetriebsratsvorsitzende von Vorarlberg sei stets an einer Lösung der Probleme interessiert gewesen. „Er hat entschlossen für die MitarbeiterInnen weitergekämpft, auch wenn ihm das Postmanagement mit Klagen und Repressalien gedroht hat“, lobt Auer den Einsatz des Personalvertreters.

Auer fordert abschließend, dass die Ankündigungen zur Erhebung und Lösung der Probleme nicht nur leere Worte sein sollten oder, „dass man versucht auf Zeit zu spielen.“ Es sei bereits fünf nach zwölf in der Sache. „Das System steht kurz vor dem Kollaps. Werden die Missstände nicht schnell behoben, bricht der Zustellservice wohl bald komplett zusammen“, warnt Auer abschließend.

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