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Vorarlberg

Skandalöses Vorgehen des Post-Managements

ÖGB-Landesvorsitzender Norbert Loacker kritisiert: „Klage gegen Betriebsratsvorsitzenden soll ihn mundtotmachen!“

„Die Klage der Post gegen den Betriebsratsvorsitzenden von Vorarlberg, Franz Mähr, ist nichts anderes als ein billiger Einschüchterungsversuch“, ärgert sich ÖGB-Landesvorsitzender Norbert Loacker. „Es ist ein Skandal, dass heutzutage noch mit solchen Methoden versucht wird, jemanden mundtot zu machen. Vor allem dann, wenn es darum geht, Missstände beseitigen zu wollen,“ erklärt Loacker. Die Post habe sich rund um die miserablen Zustände in Vorarlberg mit Beschwichtigungen und Ignoranz selbst geschadet. Jetzt sei auch die Bundesregierung als Mehrheitseigentümer gefordert.

„Die Aufgabe des Betriebsrates ist es, Missstände aufzuzeigen“, erklärt Loacker und diagnostiziert: „Das Post-Management hat sich leider nur durch eine gestörte auditive Wahrnehmung ausgezeichnet. Zudem muss man auch auf beiden Augen blind sein, um die Missstände in Vorarlberg nicht wahrzunehmen“, versucht Loacker eine Erklärung für die Untätigkeit des Post-Managements zu finden. Franz Mähr habe seit geraumer Zeit intern auf die Probleme aufmerksam gemacht. „Wenn der Aufschrei ignoriert wird, müssen die Missstände auf anderen Wegen aufgezeigt werden“, steht Loacker voll und ganz hinter dem Betriebsratsvorsitzenden. Auch die Mitarbeiterinnen müssten vor dem Unmut der Kunden geschützt werden, in dem öffentlich informiert wird, warum die Post nicht oder verspätet ankommt.

Franz Mähr wird in der Klage vorgeworfen, mehrmals tatsachenwidrige Behauptungen aufgestellt zu haben. „Tatsachenwidrig waren bislang nur die Beschwichtigungsversuche der Postverantwortlichen. Bis auf das Management hat jeder mitbekommen, dass in Vorarlberg etwas faul ist, wenn Briefe, Paketsendungen, amtliche Mitteilungen und Werbesendungen verspätet oder gar nicht mehr zugestellt werden“, betont Loacker. „Franz Mähr hat versucht, eine Verbesserung der Situation anzuregen und die Öffentlichkeit zu informieren, was ja vom Management unsinnigerweise aber beharrlich vernachlässigt wurde“, so Loacker.

Die Post gehört zu knapp 53 Prozent der Beteiligungsgesellschaft der Republik Österreich (ÖBIB). „Angesichts des skandalösen Vorgehens des Post-Managements ist nun die Bundesregierung und insbesondere der Bundeskanzler gefordert, solche Methoden zu unterbinden“, fordert Loacker. Ein Staatsbetrieb müsse Vorbild sein: „Die Gewinne bei der Post steigen nachweislich, während die Post-MitarbeiterInnen für einen Hungerlohn die Drecksarbeit erledigen müssen“, findet Loacker klare Worte. „So etwas ist für einen Betrieb in Österreich nicht würdig.“

Dass mit einer Untersuchung der Situation zumindest ein erster Schritt zur Verbesserung gesetzt wurde, sei zu begrüßen: „es müssen nun aber auch sofort Maßnahmen gesetzt werden.“ Für Loacker ist klar: „es braucht mehr Personal, höhere Gehälter und kleinere Zustellbezirke!“

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