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Vorarlberg
ÖGB-Landesvorsitzender Loacker fordert Förderzusage für Studienplätze

Stillstand bei Fachhochschule verhindern

ÖGB-Landesvorsitzender Norbert Loacker: „Bundesregierung höhlt unser Bildungssystem langsam aus.“

„Die Bundesregierung fährt unser Bildungssystem Stück für Stück gegen die Wand“, kritisiert ÖGB-Landesvorsitzender Norbert Loacker die im Raum stehende Kürzung der Studienplatzförderung für die Fachhochschulen. „Um die Erfolgsgeschichte des FH-Sektors fortführen zu können, braucht es klare und verbindliche Zusagen von der Politik.“ Dass noch keine Pläne für eine Verlängerung der Studienplatzförderung am Tisch liegen, sei angesichts des Fachkräftemangels „grob fahrlässig“.

Laut FH-Geschäftsführer Stefan Fitz-Rankl entgehen der FH-Vorarlberg rund 250.000 Euro, wenn die Studienplatzförderung nicht verlängert wird. Die Folge sei, dass die Ausbildung stagniert und keine zusätzlichen Studienplätze angeboten werden können. "Angesichts des Fachkräftemangels ist es ein absolutes Muss, die Studienplatzförderung nicht nur beizubehalten, sondern sogar anzuheben", fordert Loacker in Richtung Bundesregierung. Die Fachhochschule erfülle in Vorarlberg eine unverzichtbare Aufgabe für Wirtschaft und Gesellschaft. „Mit den Absolventen kann zumindest ein Teil des Fachkräftebedarfs abgedeckt werden. Den jungen Erwachsenen wird wiederum eine Ausbildung in ihrer Nähe angeboten.“ Die Fachhochschule Vorarlberg schaffe somit auch mehr Bildungsgerechtigkeit für jene, die sich das Studieren in einem anderen Bundesland nicht leisten können.

„Wenn die Förderung nicht beibehalten und aufgestockt wird, schadet die Bundesregierung nicht nur den Fachhochschulen, sondern auch den jungen Erwachsenen, den Unternehmen und der Gesamtwirtschaft“, kritisiert Loacker. Die Liste an Verschlechterungen im Bildungssystem durch Vorhaben der Bundesregierung sei bereits jetzt nach wenigen Wochen lang. Loacker nennt dabei die Abschaffung der bewährten, alternativen Leistungsbeurteilung in der Volksschule, die Separation von Kindern mit Sprachdefiziten, die Verhinderung der gemeinsamen Schule, die geplante Wiedereinführung von Studiengebühren und die Ausweitung der Zugangsbeschränkungen an den Unis.

Loacker hätte sich von Landes und Wirtschaftsseite schon viel früher einen Aufschrei erwartet. Ihm komme es vor, als könne man von Landesseite nur noch reagieren, anstatt mitzugestalten. “Mein erster Eindruck von der neuen Bundesregierung hat mich demnach leider nicht getäuscht“, stellt Loacker fest. Bestätigt werde auch die Ohnmacht der schwarzen Landeshauptleute gegenüber dem Diktat ihres Bundesparteichefs „Jetzt gehen hoffentlich auch den Kurz-Förderern im Land endlich die Augen auf, was diese Bundesregierung durch ihr ‚Drüberfahren‘ alles verursacht“, fordert Loacker abschließend mehr Wachsamkeit und Durchsetzungskraft gegenüber dem Bund ein.

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