Frauen

Lohngleichheit für Frauen erkämpfen!

Die ÖGB-Frauen kämpfen für "Gleicher Lohn für gleich(wertig)e Arbeit"

Die Forderung nach Einkommensgerechtigkeit ist so alt wie die Frauenbewegung selbst. Auch im Jahr 2014 verdienen Frauen Vollzeit noch immer um 22,7% weniger als ihre männlichen Kollegen. Österreich steht mit dem „Gender Pay Gap“ – dem Einkommensunterschied zwischen den Geschlechtern – auch EU-weit auf dem vorletzten Platz.  Das gilt es zu ändern und die ÖGB-Frauen kämpfen hart dafür.

Equal Pay Day – Verbesserung um 2 Tage

2004 lag der Equal Pay Day – der Tag an dem Frauen im Vergleich zu dem Gehalt ihrer männlichen Kollegen anfangen gratis zu arbeiten – noch am 23. September. Zehn Jahre später liegt er am 10.Oktober. 17 Tage Verbesserung innerhalb von 10 Jahren sind definitiv zu langsam, daher arbeiten wir auch auf mehreren Ebenen daran, dass die Einkommensgerechtigkeit hergestellt wird. Wichtig ist es auf Gesetzes-, Kollektivvertrags- und Betriebsebene alle entscheidenden AkteurInnen miteinzubeziehen und sie auch weiterhin zu ermutigen der Pflicht diskriminierungsfrei zu handeln, nachzukommen.

Obwohl Frauen bei den Bildungsabschlüssen aufgeholt und die Männer sogar übertroffen haben, werden sie um 22,7% schlechter entlohnt. Dies fängt oft bei der Einstufung an, geht weiter über fehlende Anrechnungsmöglichkeiten von Karenzzeiten und setzt sich in Folge dessen auch in der Höhe der Pension weiter fort.

Einkommenstransparenz? Durchschaubar!

Der Begriff Einkommenstransparenz beinhaltet wesentlich mehr als nur zu wissen, was der Kollege und die Kollegin bezahlt bekommen. Unter Einkommenstransparenz wird auch verstanden, dass schon bei Stelleninseraten angegeben werden muss, mit welchem Mindesteinkommen die BewerberInnen rechnen können, sowie auf eine mögliche Bereitschaft zur Überbezahlung hinzuweisen. Das gilt auch für Teilzeitstellen und geringfügige Beschäftigungsformen, jedoch nicht für freie DienstnehmerInnen, wo dies nur auf freiwilliger Basis möglich ist.

Die Einkommensberichte stellen ein weiteres wichtiges Instrument zur Einkommenstransparenz dar. Sie zeigen im direkten Vergleich zwischen Frauen und Männern in den jeweiligen Verwendungsgruppen und Verwendungsgruppenjahren der Betriebskörperschaft auf, wo es innerhalb des Betriebes noch Ungleichheiten geben könnte und im Vergleich mit alten Berichten ob gesetzte Maßnahmen greifen.

Unser Ziel: 100% Einkommensgerechtigkeit = Equal Pay Day am 31.12.

Daher fordern wir Gewerkschafterinnen:

  • Mindesteinkommen von 1.500 Euro brutto bei Vollzeitbeschäftigung
  • Verpflichtende Frauenförderung in großen Betrieben
  • Verbindliche Quoten für Führungspositionen
  • Ausweitung der gesetzlichen Einkommenstransparenz auf kleinere Betriebe

 

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