Frauen

Wir sind...

Bereits seit 65 Jahren engagieren sich die ÖGB-Frauen, in Zusammenarbeit mit den Frauenabteilungen der Landesorganisationen und Gewerkschaften, für die Interessen der Frauen und kämpfen an vorderster Front für die Rechte der Arbeitnehmerinnen.

Organisation und Aufgaben der ÖGB-Frauen
Als ÖGB-Bundesfrauenabteilung vertreten wir in Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften sowie der Zentrale, den Landesorganisationen und den Abteilungen des ÖGB die sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Interessen der im § 1 Abs. 1 der Statuten des ÖGB angeführten weiblichen Personen. Der ÖGB-Bundesfrauenabteilung obliegen dabei insbesondere die in § 2 Abs. (2) der Geschäftsordnung der ÖGB-Frauen verankerten Aufgaben.

Historischer Rückblick
Im September 1945, nur wenige Monate nach der Gründung des ÖGB, fand die konstituierende Sitzung der ÖGB-Frauen statt. Seit ihrem Bestehen haben die ÖGB-Frauen viel erreicht, zahlreiche Forderungen umgesetzt und im Wandel der Zeit für die Bedürfnisse und Rechte der Arbeitnehmerinnen gekämpft. Maßgebliche historische Meilensteine waren die Abschaffung der Frauenlohngruppen, die Durchsetzung des Gleichbehandlungspakets bis zur - teilweisen - sozialrechtlichen Absicherung der atypisch Beschäftigten. Auch die Einführung und weitere Flexibilisierung und Reform des Kinderbetreuungsgeldes - zuletzt mit Einführung des einkommensabhängigen Modells - war ein Erfolg für die Frauen. Andere Forderungen der ÖGB-Frauen - wie gleicher Lohn für gleiche Arbeit - haben die Zeit unerfüllt überdauert. Die geschlechtsspezifische Einkommensschere ist in den vergangenen Jahrzehnten kaum kleiner geworden, knapp 45 Prozent aller erwerbstätigen Frauen arbeiten Teilzeit. Typische Erwerbsverläufe, fehlende Rahmenbedingungen wie  Kinderbildungseinrichtungen sowie allgemein schlechtere Karrierechancen bewirken, dass die Alterssicherung für viele Frauen unzureichend ist.

Gegenwart
Dennoch ist es seit 2012 gelungen einige große Fortschritte für Frauen zu erreichen. Die Einkommensberichte werden im Gleichbehandlungsgesetz verankert. Diese sollen in Kombination mit der verpflichtenden Angabe des kollektivvertraglichen Mindestentgelts und der Angabe zu einer Bereitschaft zur Bezahlung über Kollektivvertrag sowie mit der Ausweitung der Rechte von Gleichbehandlungsanwaltschaft (GAW) und den Senaten der Gleichbehandlungskommission (GBK) dem "gender pay gap" entgegen wirken.

Auch der Online Einkommensrechner des Frauenministeriums ist ein wichtiger Beitrag zu mehr Einkommenstransparenz. In zahlreichen Kollektivverträgen konnte das Mindesteinkommen erhöht und die Anrechnung von Karenzzeiten verankert werden. Es kommt zu gesetzlichen Änderungen beim Kinderbetreuungsgeld. Die Berechnung  des Zuverdienstes wird erleichtert, die Zuverdienstgrenze des einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeldes und der Beihilfe wird erhöht.

Seit 1.1.2013 werden beim Anspruch auf Pflegefreistellung auch Patchwork-Familien berücksichtigt. Es wird klargestellt, dass für die Begleitung von Kindern bis zum vollendeten 10. Lebensjahr ins Spital eine Pflegefreistellung gebührt.

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