Frauen

Wir geben Frauen eine starke Stimme

Chancengleichheit und Gleichstellung passiert nicht von selbst

Trotz zahlreicher Errungenschaften der Gewerkschaftsbewegung sind essentielle Forderungen wie Einkommensgerechtigkeit und die tatsächliche Gleichstellung in der Gesellschaft auch im 21. Jahrhundert keine Selbstverständlichkeit. Chancengleichheit kommt nicht von selbst. Damit wir vorankommen, braucht es den Druck der Frauen. Je mehr wir sind, umso stärker können wir auftreten und unseren Forderungen ein gesellschaftspolitisches Gewicht verleihen. Als Interessenvertreterinnen der Arbeitnehmerinnen können wir Diskriminierungen von Frauen am Arbeitsmarkt nicht tolerieren.

Ungleichbehandlungen müssen daher nicht nur auf gewerkschaftlicher und politischer Ebene bekämpft, sondern immer wieder öffentlich aufgezeigt und gesetzlich sanktioniert werden. Wir brauchen Frauenförderpläne, Quotenregelungen und Sanktionen, die weh tun, um vor allem den ökonomischen Gleichstellungsprozess voranzutreiben und die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen zu fördern. Chancengleichheit in der Arbeitswelt, eine geschlechtergerechte Verteilung der unbezahlten Arbeit, faire Entlohnungssysteme oder eine eigenständige Alterssicherung für Frauen - um nur einige Herausforderungen zu nennen - sind noch nicht Realität.

Es kann nicht sein, dass Frauen ihr gesamtes Erwerbsleben - vom Berufseinstieg bis zur Pension - mit Benachteiligungen, Hürden oder gar Diskriminierungen zu kämpfen haben und der Gleichstellungsgedanke ausgerechnet beim Pensionsalter beginnt. Dass Arbeitsmarktsituation und Altersarbeitslosigkeit bei der Pensionsdebatte ignoriert werden, hilft den Frauen nicht. Die ÖGB-Frauen haben ihren Standpunkt im Interesse der Frauen mehrfach klargestellt: Sie lehnen eine vorgezogene Anhebung des Pensionsantrittsalters entschieden ab.

Die ÖGB-Frauen engagieren sich für

  • 1.500 Euro Mindestlohn in den Kollektivverträgen,
  • Beseitigung der geschlechtsspezifischen Einkommensunterschiede - gleiches Geld für gleichwertige Arbeit,
  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie - optimale Rahmenbedingungen, damit Frauen beides haben können: Kind UND Karriere,
  • die volle Einbeziehung der atypisch Beschäftigten in den sozial- und arbeitsrechtlichen Schutz,
  • eine aktive Förderung des Wiedereinstiegs,
  • fairen Zugang für Frauen zu betrieblicher Weiterbildung und faire Aufstiegschancen im Unternehmen,
  • mehr Frauen in Führungspositionen und eine verpflichtende Quote in Vorstandsgremien und Aufsichtsräten - analog dem norwegischen Modell,
  • Gender Mainstreaming als Strategie in allen Lebensbereichen, um eine nachhaltige Veränderung von Rollenbildern und Lebensmodellen zu bewirken,
  • die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern in der Gesellschaft,
  • eine gerechte Umverteilung der Steuereinnahmen,
  • und eine eigenständige Alterssicherung für Frauen.

Forderungen und Positionen sowie mehr zu den politischen und gewerkschaftlichen Schwerpunkten der ÖGB-Frauen gibt es unter Downloads.

 

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