Frauen

Kinderbetreuung ins europäische Spitzenfeld bringen

ÖGB-Anderl: Rechtsanspruch auf Papamonat notwendig

„Der Wiedereinstiegsmonitor der Arbeiterkammer zeigt ein durchwegs positives Bild. Die Früchte, die wir in der Frauen- und Familienpolitik gesät haben, können wir nun ernten. Frauen kommen nach der Karenz früher in den Job zurück und die Väterbeteiligung ist von 2006 bis 2014 von drei auf sechs Prozent gestiegen. Weiters ist positiv hervorzuheben, dass längst nicht mehr die längste Variante des Kinderbetreuungsgeldes am meisten präferiert wird“, erläutert Renate Anderl, ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende, die positiven Entwicklungen.

„Genau hier müssen wir weiterarbeiten, um Österreich auch in diesem Bereich ins europäische Spitzenfeld zu bringen. Wien ist mit dem Angebot und den Öffnungszeiten der Kinderbetreuungseinrichtungen Vorreiter in Österreich. Jetzt gilt es auch das Angebot an Kinderbetreuungseinrichtungen für Kinder unter drei Jahren in den Bundesländern zu erweitern. Vor allem im ländlichen Bereich muss nicht nur das Angebot erweitert werden, sondern auch die Öffnungszeiten optimiert und an die VIF-Kriterien angepasst werden. Nur so haben die Eltern wirkliche Wahlfreiheit bei der Planung des Wiedereinstieges in den Beruf“, so Anderl weiter.

„Neben dem Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen braucht es auch einen Rechtsanspruch auf den „Papamonat“. Das ist ein wichtiges Instrument für mehr Gleichstellung und führt dazu, dass sich Väter verstärkt der Kinderbetreuung widmen. Derzeit können Arbeitnehmer auf freiwilliger Basis ein „Papamonat“ mit ihrem Arbeitgeber vereinbaren. Ein Rechtsanspruch würde gewährleisten, dass Väter unabhängig vom Wohlwollen der Unternehmen die Familienzeit in Anspruch nehmen können“, sagt Anderl und betont, dass nicht nur Väter und deren Familien von der Sozialkompetenz profitieren würden, sondern auch die Unternehmer.

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