Frauen

EPD: 21,7 Prozent weniger für Frauen

„Wenn es ein Mädchen wird, nennen wir es Einkommensunterschied!“

„Wenn es ein Mädchen wird, nennen wir es Einkommensunterschied!“: Mit diesem Motto machen die ÖGB-Frauen darauf aufmerksam, dass der aktuelle Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern 21,7 Prozent beträgt. Der Equal Pay Day (EPD) fällt heuer österreichweit auf den 13. Oktober. Das heißt: Frauen in Österreich arbeiten 80 Tage umsonst.

Im Bundesländervergleich gibt es jedoch noch größere Unterschiede. Vorarlberg belegt so wie in den Jahren zuvor den unbeliebten letzten Platz. Hier arbeiten Frauen bereits ab dem 16. September gratis. Auch Oberösterreich schneidet im bundesweiten Vergleich schlecht ab. Der Einkommensnachteil für Frauen beträgt 26,1 Prozent und der EPD fiel schon auf den 27. September. Am geringsten ist der Unterschied des Einkommens traditionellerweise in Wien – dieses Jahr mit 17,1 Prozent.

Ziel: EPD am 31. Dezember

„Frauen bekommen heute zwar mehr für ihre Arbeit bezahlt als noch vor zehn Jahren. Das ist dennoch kein Grund zum Jubeln. Denn die Fortschritte in Sachen Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern gehen nur im Schneckentempo voran, die Gehaltsunterschiede haben sich in den vergangenen Jahren nur minimal verringert“, betont Renate Anderl, ÖGB-Vizepräsidentin und Bundesfrauenvorsitzende. Verpflichtende Einkommensberichte, die Frauenquote in Aufsichtsräten ab 2018 und der Mindestlohn von 1.500 Euro sind aus Sicht der ÖGB-Frauen positive Schritte, die zu mehr Geschlechtergerechtigkeit führen. Aber es braucht mehr. Die ÖGB-Frauen fordern:

• Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit
• Mindesteinkommen von 1.700 Euro
• Lohntransparenzgesetz
• Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben erleichtern – Ausbau der ganztägigen Kinderbetreuung
• Verpflichtende Frauenförderung in großen Betrieben
• Geschlechtergerechte Verteilung der unbezahlten Arbeit

Aussendung zum EPD 2017: http://bit.ly/2g3ChNT

2. Oktober 2017

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