www.oegb.at

ÖGB-Präsident Foglar bei ungarischen Gewerkschaftsbünden

Erstinformation über das neue Arbeitsrecht

ÖGB-Präsident Erich Foglar und weitere Mitglieder des ÖGB-Vorstands trafen Ende Juni 2012 in Budapest mit den Vorsitzenden aller sechs ungarischen Gewerkschaftskonföderationen zusammen. Anders als in Österreich gibt es in vielen Staaten Europas, darunter auch Ungarn, nicht einen Gewerkschaftsbund, sondern mehrere.

Eines der Gesprächsthemen war das neue ungarische Arbeitsgesetzbuch, das seit 1. Juli in Kraft ist. In zähen Verhandlungen ist es den Gewerkschaften zwar gelungen, die ursprünglich vorgesehen radikal gewerkschaftsfeindlichen Maßnahmen abzuschwächen. Das neue Gesetzeswerk enthält jedoch nach wie vor eine gravierende Verschlechterung der Arbeitszeitregelungen, inklusive Kündigungsmöglichkeit während des Krankenstandes, und Einschränkungen der gewerkschaftlichen Aktionsmöglichkeiten auf Betriebsebene.

Von allen Gewerkschaftsverbänden wurde darüber hinaus kritisiert, dass es keinen nennenswerten Sozalen Dialog mehr mit der Regierung gebe und Ministerpräsident Orbán den Gewerkschaften bei verschiedensten Gelegenheiten ihr demokratisches Recht, die Interessen ihrer Mitglieder zu vertreten, abgesprochen habe. Der ÖGB wird die ungarische Gewerkschaftsbewegung gerade in dieser schwierigen Situation weiterhin unterstützen.

Artikel weiterempfehlen

Newsletterauswahl

ÖGB Newsletter

Hier erhalten Sie wöchentlich die wichtigsten Informationen des ÖGB zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie Berichte, Veranstaltungstipps und vieles mehr.
Geschlecht
Geschlecht:
Name
© Österreichischer Gewerkschaftsbund | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutz | Inhalt