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Bauarbeitergedenktag

GBH: Gesundheitsgefährdungen und Arbeitsunfälle am Bau verringern

Bauarbeiter leben gefährlich: Sie arbeiten teils in großen Höhen, sie arbeiten mit gefährlichen Maschinen und sie leisten Schwerstarbeit bei jeder Witterung. "Das haut auch den härtesten Bauarbeiter um, wenn hier nicht mit allen Mitteln Gesundheitsvorsorge betrieben wird und möglichst viele Gefährdungskomponenten ausgeschaltet werden", sagt Andreas Huss, Leitender Sekretär der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) und für Gesundheit und ArbeitnehmerInnenschutz verantwortlich, anlässlich des Gedenktages für verunfallte Bauarbeiter.

Der internationale Gedenktag für verunfallte Bauarbeiter wird jährlich am 28. April begangen und soll ein deutliches Zeichen für mehr Unfallprävention und Gesundheitsschutz setzen.

Der Bau ist eine der unfallträchtigsten Branchen. 2011 verunfallten insgesamt 18.572 Bauarbeiter, davon 14 tödlich. Huss: "Zwar geht die Zahl der tödlichen Unfälle auf Grund bereits umgesetzter Präventionsmaßnahmen zurück, die Arbeitsunfallrate ist zwar gegenüber 2010 leicht gestiegen, im langjährigen Vergleich jedoch sinkt sie langsam. Dennoch liegt die Unfallrate auf 1.000 Beschäftigungsverhältnisse im Hochbau bei 89,36 und im Tiefbau bei 85,17. Das heißt, dass immer noch fast jeder zehnte Bauarbeiter im Hoch- und Tiefbau im Jahr einen Arbeitsunfall erleidet. Kein Grund also, sich zurückzulehnen."

Appell an die Bundesregierung: Prävention stärken!

Der GBH-Bundesvorsitzende Josef Muchitsch ergänzt: "Auch die Politik ist gefordert: Wir liegen in Österreich mit den Gesundheitsausgaben im EU-Vergleich zwar im oberen Bereich, aber bei Präventionsmaßnahmen und Vorsorgeprogrammen sind wir bei den Schlusslichtern! Wir Sozialpartner stehen gerne dafür bereit, dies gemeinsam mit den politisch Verantwortlichen zu ändern und dem ArbeitnehmerInnenschutz endlich einen viel höheren Stellenwert einzuräumen."

Huss abschließend: "Es muss eine begleitende betriebliche Gesundheitsvorsorge, die auch die Belastungen bei Arbeiten im Freien berücksichtigt, sowie Beratung der Arbeitgeber, aber auch Kontrollen geben! Gerade am Bau kommen verschiedenste Belastungen zusammen. Dem muss man mit einem ganzheitlichen Ansatz in der Gesundheitsvorsorge begegnen! Der Gedenktag am 28. April ist ein guter Anlass für die politisch Verantwortlichen, endlich mehr für die Prävention zu tun."

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