www.oegb.at

Facharbeiter ausbilden

Nur neun Prozent der Betriebe beschäftigen Lehrlinge - Ausbildungsfond ist überfällig

"Nur neun Prozent der privatwirtschaftlichen Betriebe in Wien bilden Lehrlinge aus. Auch bei der Wiener Wirtschaftskammer sollten da die Alarmglocken läuten", erklärte heute, Dienstag, der Jugendvorsitzende der GdG-KMSfB (Gewerkschaft der Gemeindebediensteten - Kunst, Medien, Sport, freie Berufe), Peter Marchsteiner. Die Einrichtung eines Ausbildungsfonds in der Bundeshauptstadt ist überfällig.

"Über den herrschenden Facharbeitermangel zu jammern, aber nichts dagegen zu unternehmen, ist ein unverständlicher Widerspruch. Jugendliche brauchen eine Chance auf eine Ausbildung und somit einen qualifizierten Beruf", sagte Marchsteiner. Warum ein Ausbildungsfond nach dem Modell der Österreichischen Gewerkschaftsjugend von der Kammer weiterhin blockiert wird, ist für die Jugendabteilung der GdG-KMSfB schlicht nicht nachvollziehbar. An der Finanzierbarkeit kann es wohl kaum liegen: Zur Förderung der Ausbildung würde von den Unternehmen gerade ein Prozent der Bruttoentgeltsumme über die Sozialversicherung eingehoben werden.

Jürgen Schmidt, Jugendreferent der GdG-KMSfB: "Die Wirtschaftskammer sollte sich ein Beispiel an der Stadt Wien und ihre Tochterunternehmungen nehmen, welche insgesamt mehr als 5.000 Lehrlinge und etwa 2.000 Gesundheits- und KrankenpflegeschülerInnen ausbilden."

"Als Gewerkschaftsjugend treten wir kompromisslos für die Ausbildung von Jugendlichen ein um ihnen Perspektiven für die Zukunft zu bieten. Dass die Wirtschaftskammer das offensichtlich anders sieht, ist zutiefst bedauerlich", so die Vertreter der GdG-KMSfB abschließend.

Artikel weiterempfehlen

Newsletterauswahl

ÖGB Newsletter

Hier erhalten Sie wöchentlich die wichtigsten Informationen des ÖGB zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie Berichte, Veranstaltungstipps und vieles mehr.
Geschlecht
Geschlecht:
Name
© Österreichischer Gewerkschaftsbund | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutz | Inhalt