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Angebot inakzeptabel

Gewerkschaften vida und GPA-djp zu KV Hotel- und Gastgewerbe

Auch die dritte Runde für einen neuen Kollektivvertrag im Hotel-und Gastgewerbe am 23. April blieb ohne Ergebnis. "Aktuell wollen die Arbeitgeber Mindestlöhne und -gehälter, die derzeit bei  nur 1.205 bzw. 1.208 Euro brutto monatlich liegen, um gerade einmal 47 Euro brutto erhöhen", berichten die Verhandlungsführer der Gewerkschaften vida und GPA-djp, Rudolf Komaromy und Alfred Gajdosik: "Für höhere Löhne und Gehälter wird überhaupt nur mehr ein Plus von 2,4 Prozent, also weit unter der Inflationsrate, angeboten. Das ist ein Armutszeugnis für die Branche und nicht akzeptabel."

Die minimale Bewegung der Arbeitgeber seit der letzten Verhandlungsrunde bedeute nicht die Wertschätzung, welche die rund 200.000 Beschäftigten für ihre Leistungen verdienen. Vor allem bedeute das Angebot aber, dass weiterhin viele Beschäftigte, darunter rund 60 Prozent Frauen, trotz Vollzeitjob ein Leben an der Armutsgrenze führen müssen, so Komaromy und Gajdosik: "Wir bleiben bei unserer Forderung nach einem fairen Mindestlohn bzw. Mindestgehalt von 1.450 Euro."

Die nächste Verhandlungsrunde wurde für den 24. Mai vereinbart, bis dahin bleibe den Arbeitgebern ausreichend Zeit, ihr Angebot nachzubessern, so Komaromy und Gajdosik: "Vielleicht bekommen wir bis dahin auch eine Antwort auf unsere Frage, warum sich die Arbeitgeber so beharrlich weigern, die Mindestlöhne und -gehälter angemessen anzuheben, während sie gleichzeitig ständig betonen, dass sie ihren MitarbeiterInnen ohnehin wesentlich mehr bezahlen. Diese Argumentation legt schon den Verdacht nahe, dass hier systematisch bei den Kosten für die Sozialversicherung gespart wird."

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