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Gewerkschaft vida: Kein Rütteln am Rauchverbot in Gastronomie

vida-Tusch: „Sonderregelungen in bestimmten Bereichen aber vorstellbar“

„Die neuerliche Stimmungsmache gegen das bereits beschlossene Rauchverbot in der heimischen Gastronomie ist nicht nachvollziehbar“, so Berend Tusch, Vorsitzender des Fachbereichs Tourismus der Gewerkschaft vida. „Es geht hier um die Gesundheit der rund 200.000 Beschäftigten und 10.000 Lehrlinge im Hotel- und Gastgewerbe, dazu kommen rund 50.000 geringfügig Beschäftigte. Wenn wir länger gesund im Job bleiben wollen, muss das oberste Gebot lauten, auch für gesunde Arbeitsplätze zu sorgen. Es gibt unzählige Beispiele in ganz Europa, dass ein generelles Rauchverbot funktioniert“, betont der vida-Gewerkschafter.

Ausnahmen für die Shisha

Verwundert zeigt sich Tusch, dass laut Zeitungsbericht auch FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache an der für heute geplanten Demo gegen das Rauchverbot teilnehmen soll: „Statt sich auf einer Anti-Nichtraucherdemo feiern zu lassen, sollte er seine Aufmerksamkeit lieber auf jene Lokale richten, die wirklich Unterstützung brauchen.“ Der vida-Gewerkschafter verweist darauf, dass es österreichweit rund 500 Shisha-Lokale gibt, die aufgrund des Rauchverbots in ihrer Existenz bedroht sind. „Tritt es ohne Sonderregelung in Kraft, könnten mit einem Schlag rund 10.000 Arbeitsplätze verpuffen! Was wir für diese Betriebe brauchen, ist eine Ausnahmeregelung, wie es sie bereits für Hotels gibt. Dort gibt es eigene Lounges, in denen unter der Bedingung geraucht wird, dass dort keine Speisen und Getränke konsumiert werden. Diese Bestimmung sollte der FPÖ-Vorsitzende auch für Shisha-Bars auf Schiene bringen! Wie allgemein bekannt, soll er ja künftig einiges mitzureden haben“, so Tusch abschließend.

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