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GPA-djp-Katzian: 12-Stundentag ist kein Zukunftskonzept

Vor allem jüngere ArbeitnehmerInnen lehnen 12-Stundentag ab

„Die von der schwarz-blauen Bundesregierung geplante massive Anhebung der Höchstarbeitszeit auf 12 Stunden am Tag und 60 Stunden pro Woche würde diese Arbeitszeiten generell möglich machen, was derzeit nur in Ausnahmefällen geht. Profitieren würden davon ausschließlich die Arbeitgeber. Von Vorteilen für Arbeitnehmer ist im Regierungsübereinkommen nichts zu finden“, erklärt der Vorsitzender der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) Wolfgang Katzian.

Arbeitgeber erhalten die Möglichkeit, im Betrieb längere Arbeitszeiten anzuordnen, was eine Schwächung von kollektivvertraglichen Regeln bedeutet. Für ArbeitnehmerInnen hingegen sind keinerlei Vorteile im Regierungsübereinkommen enthalten, etwa längere zusammenhängende Freizeitblöcke, mehr Zeitautonomie, eine sechste Urlaubswoche oder höhere Zuschläge.

„Bestätigt wird unsere kritische Haltung zu einer Ausweitung der Arbeitszeit durch eine kürzlich durchgeführte IFES-Umfrage. Darin sprechen sich 76 Prozent der ArbeitnehmerInnen gegen eine Ausdehnung der täglichen Höchstarbeitszeit von zehn auf zwölf Stunden ohne Gegenleistung aus. Bei den Jungen sind es gar 88 Prozent“, so Katzian.

Dabei arbeiten Österreichs Arbeitnehmer schon jetzt sehr flexibel und auch lange. Die geleistete Arbeitszeit der Vollzeitbeschäftigten ist in Österreich mit 41,5 Stunden schon jetzt viel länger als im Schnitt der EU-Ländern (40,3). Die Jahressollarbeitszeit liegt mit 1.738 Stunden um ca. 39 Stunden über dem Schnitt der Euro Länder und auch deutlich über jener Deutschlands.

„Außerdem ist abzusehen, dass bei einer Ausweitung der Höchstarbeitszeit Überstundenzuschläge künftig in großem Ausmaß wegfallen und sich die Unternehmer Geld ersparen. Die Pläne der Regierung in punkto Arbeitszeit sind kein Zukunftskonzept, sondern bedeuten Lohnraub und einseitige Verschlechterungen für ArbeitnehmerInnen“, so der GPA-djp Vorsitzende.In Österreich werden jährlich rund 200 Millionen bezahlte Überstunden geleistet. Es stehen in Summe rund 1,5 Milliarden Euro an Überstundenzuschlägen auf dem Spiel.

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