Bundeskongress 2009

Umsetzung ÖGB-Reform

Viele Reformschritte wurden bereits auf den Weg gebracht

"Ein für alle deutlich sichtbarer und einschneidender Schritt der Veränderung war die Regionalisierung - aus Bezirken wurden Regionen", gab die Leitende Sekretärin Monika Kemperle Einblick in die Umsetzung der 2007 beschlossenen ÖGB-Reform. Kemperle ist für den Organisationsbereich des ÖGB zuständig.

Ziel der Regionalisierung war und ist eine Neuausrichtung in der Betriebsbetreuung und der Betreuung von Mitgliedern in den Regionen. Die Bildung der Regionen wurde Mitte 2007 abgeschlossen. Weitergearbeitet wird aber an der Erstellung, Entwicklung und Umsetzung der Betreuungslandkarte, die Definition "weißer Flecken" um neue Mitglieder zu gewinnen und neue Betriebe zu organisieren. Wichtig bei der Umsetzung des Projektes war auch, dass bei allen Reformmaßnahmen und Veränderungswünschen, die ArbeitnehmerInnen und FunktionärInnen nicht auf der Strecke blieben und dass diese selbst in ihren Gremien an der Umsetzung mitgearbeitet haben. Kemperle: "Es ist kein abgeschlossenes Projekt, sondern eines das sich nach wie vor entwickelt."

Ein Teil der letzten Reformbeschlüsse des ÖGB Kongresses im Jahre 2007 betraf den Abbau von Doppelgleisigkeiten, Überarbeitung von teilweise veralteten Strukturen und eine klarere Aufgabenteilung zwischen ÖGB und Gewerkschaften um damit schlagkräftiger, effizienter und stärker zu werden und damit verbunden den Mitgliedern die bestmögliche Betreuung zu bieten. Kemperle: "Einige bereits positiv umgesetzte Projekte zeigen, dass der eingeschlagene Weg richtig ist."

Als Beispiele nannte sie:

Stille Austritte - Mitglieder gehen "verloren" durch Firmen- und Berufswechsel, Wohnungswechsel, etc. In unzähligen persönlichen Kontakten, Briefen und mit Infomaterial konnten zwischen Oktober 2008 und Mai 2009 genau 2017 Mitglieder wieder in die Gewerkschaftsbewegung zurückgeholt werden.
Shoppingcenter - neue Wege werden hier beschritten. Der ÖGB und die Gewerkschaften sind direkt vor Ort, in einer Außenstelle. Sie betreuen die Kolleginnen und Kollegen in diesen Zentren, sind AnsprechpartnerInnen bei Problemen, bieten sofortige Hilfe und Unterstützung. In Linz wurde dieser Weg begonnen, in Graz folgt in 14 Tagen der zweite derartige Schritt.

Kemperle: "Es gibt aber auch noch viele andere Projekte, die entweder bereits abgeschlossen sind oder in die Umsetzungsphase gehen. Abgeschlossene Projekte z.B. sind "atypische Beschäftigte", ethische Kriterien für Veranlagung, das neue Haus, Regionalisierung, Entwicklung inhaltlicher Strategien und einiges mehr. Beschlossen wurde unter anderem auch die Quotenregelung."

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