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Unicredit - Hypo Vereinsbank

Bankenfusion: Keine Erhöhung der Profite zu Lasten der Beschäftigten

Internationales Treffen der von Bankenfusion betroffenen Gewerkschaften in Wien


Auf einem heute in Wien stattfindenden Treffen der von der Fusion der italienischen Unicredit mit der Hypo-Vereinsbank betroffenen Gewerkschaften aus Österreich, Italien und Deutschland wurden die Konsequenzen dieses Schrittes für die Beschäftigten diskutiert und eine gemeinsame Stellungnahme ausgearbeitet. Der Tagungsort Wien unterstreicht die wichtige Rolle der Bank Austria in diesem Fusionsprozess. GPA-Vorsitzender Wolfgang Katzian richtete im Rahmen der Eröffnung einen Appell an die anwesenden GewerkschaftsvertreterInnen, möglichst intensiv zu kooperieren, weil nur eine gemeinsame Strategie die Position der ArbeitnehmerInnen im Konzern nachhaltig stärken wird.

Die Gewerkschaften aus Deutschland, Italien und Österreich wollen ihre Kooperation intensivieren und unter dem Dach der Dienstleistungsinternationalen UNI (Union Network International) eine gemeinsame Politik gegenüber dem Management entwickeln. Als erster wesentlicher Schritt soll ein Europäischer Betriebsrat bei Unicredit gebildet werden.

Die beteiligten Gewerkschaften fordern das Management von Unicredit auf, umgehend in gemeinsame Gespräche einzutreten und wollen in die Diskussion über die zukünftige Strategie des neuen europäischen Bankenkonzerns eingebunden werden.

Sie erwarten vom Management, dass die Fusion nicht das Ziel verfolgt, die Profite zu Lasten der Beschäftigten zu erhöhen. Insbesondere fordern die Gewerkschaften, dass

  • keine Kündigungen als Folge der Fusion ausgesprochen werden,
  • die geltenden Tarifverträge und Arbeitsbedingungen nicht in Frage gestellt werden und
  • die nationalen Banken und Standorte erhalten bleiben.

"Ich wünsche mir, dass von diesem Treffen ein entsprechender Schub ausgeht und durch die Erarbeitung zukunftsgerichteter Perspektiven die Basis für eine Vertiefung des Dialogs gelegt wird. Ein Nebeneinander der Gewerkschaften würde die Position der ArbeitnehmerInnen im Konzern nur schwächen. Die Beschäftigten der Unternehmensgruppe in allen beteiligten Ländern sollen eine klare Botschaft vernehmen: Die ArbeitnehmerInnen haben ein effizientes Netzwerk, welches sicherstellt, dass ihre Interessen nicht unter die Räder kommen", erklärt der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) anlässlich der Eröffnung der Tagung.


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