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Die schlichte Wahrheit
Auch im 21. Jahrhundert sind die Einkommensunterschiede zwischen den Geschlechtern erschütternd groß. Schon beim Berufseinstieg verdienen Frauen im Durchschnitt um 18 Prozent weniger und die Einkommensschere geht im Lauf des Berufslebens noch weiter auf. Vergleicht man das Jahreseinkommen der unselbstständig beschäftigten Frauen mit dem der Männer, beträgt die Einkommenskluft 40 Prozent!
Die Einkommensschere im Jahr 2003
Was Frauen die Diskriminierung kostet - ein Beispiel
Gleiche Chancen schaffen - jetzt.
Unterstützen Sie die Forderungen der ÖGB-Frauen
Machen wir die Schere zu - Ganzer Lohn statt halber Sachen
Die Einkommensschere im Jahr 2003
Das durchschnittliche Jahreseinkommen (brutto) der ArbeitnehmerInnen:

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Was Frauen die Diskriminierung kostet - ein Beispiel
Frau Berger und Herr Müller arbeiten beide seit 1998 im Lager eines Textilbetriebes:
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| Frau Berger verdient 8,10 Euro brutto/Stunde = 1.352,70 Euro brutto/Monat |
Herr Müller verdient 10,38 Euro brutto/Stunde = 1.733,46 Euro brutto/Monat |
Die Einkommensdiskriminierung kostet Frau Berger pro Monat 380,76 Euro. Sie erhält um 21,9 Prozent weniger Lohn als Herr Müller.
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Gleiche Chancen schaffen - jetzt!
Gleichstellung jetzt - und nicht irgendwann
97 Prozent der Menschen in Österreich sind der Meinung, dass Frauen und Männer für gleichwertige Arbeit gleichen Lohn erhalten sollen, besagt eine aktuelle Umfrage.
Recht und Gesetz sind auf unserer Seite
Das Gleichbehandlungsgesetz besagt, dass niemand in der Arbeitswelt aufgrund des Geschlechtes diskriminiert werden darf - auch nicht beim Entgelt!
Wiedereinstieg erleichtern
Ein Grund für die großen Einkommensunterschiede ist die mangelnde Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Wenn Kindergärten zu Mittag zusperren oder überhaupt keine Betreuungsmöglichkeit in der Nähe ist, bleibt Frauen oft nichts anderes übrig, als die Berufstätigkeit einzuschränken. Bereits mehr als 600.000 Frauen arbeiten Teilzeit. Frauen werden dadurch zur "Dazuverdienerin" oder rutschen überhaupt in die Armut ab.
Österreich ist Teil der EU . . .
. . . und hat sich beim Europäischen Rat in Barcelona 2002 dazu verpflichtet, bis 2010 für mindestens 33 Prozent der unter 3-Jährigen ein Angebot an Kinderbetreuungsplätzen zu schaffen. Derzeit haben wir ein Angebot von rund 9 Prozent! Auch für Schulkinder gibt es nicht genügend Nachmittagsbetreuungsplätze.
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Unterstützen Sie die Forderungen der ÖGB-Frauen!
Der Arbeitminister und die Frauenministerin sind dafür verantwortlich, dass Frauen die gleichen Chancen haben wie Männer. Derzeit herrscht aber Stillstand in der Gleichstellungspolitik. Das muss sich ändern! Die ÖGB-Frauen fordern Bundesminister Bartenstein und Bundesministerin Rauch-Kallat auf, Maßnahmen zu setzen, damit auch Frauen ein faires Einkommen erhalten.
Lange "Babypausen" und Teilzeitphasen wirken sich besonders negativ auf die Einkommen der Frauen aus. Die Regierung muss für
- ausreichende Kinderbetreuungs-einrichtungen,
- eine Qualifizierungsoffensive für Wiedereinsteigerinnen und
- für die Schaffung vonmehr Vollzeitarbeitsplätzen insbesondere für Frauensorgen.
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Machen wir die Schere zu - Ganzer Lohn statt halber Sachen
Um die Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern zu beseitigen, ist ein Bündel an Maßnahmen nötig.
Wiedereinstieg erleichtern
Drei von vier Frauen versuchen nach der Karenz den Wiedereinstieg. Nur jede zweite schafft es - und das meist nur über einen Teilzeitjob. Das muss sich ändern! Wir brauchen mehr Kinderbetreuungsplätze, eine Qualifizierungsoffensive für Wiedereinsteigerinnen und ausreichend Vollzeitarbeitsplätze für Frauen.
Zuschläge für Teilzeitbeschäftigte
Wer Teilzeit beschäftigt ist, bekommt bei Überschreiten seiner Arbeitszeit derzeit nur das normale Stundenentgelt für die Mehrarbeit. So wie die Vollzeitbeschäftigten müssen auch Teilzeitbeschäftigte für Mehrarbeit mehr Geld bekommen!
Eine diskriminierungsfreie Arbeitsbewertung
Fähigkeiten, die Frauen zugeschrieben werden, sind im Vergleich zu typischen "Männerfähigkeiten" häufig unterbewertet. Die versteckten Formen der Diskriminierung in den Kollektivverträgen müssen aufgespürt und beseitigt werden.
Untere Einkommen verstärkt anheben
Bei Kollektivvertragsverhandlungen müssen die unteren Einkommensgruppen bevorzugt werden. 1.100 Euro Mindestlohn muss in allen Branchen kollektivvertraglich verankert werden.
Gerechte Bewertung von Ersatzzeiten
Auch in der Pension gibt es eklatante Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern. Eine gerechte Bewertung der Kindererziehungszeiten ist weiter ausständig. Zeiten der Kindererziehung müssen im Pensionsrecht besser angerechnet werden, fordern die ÖGB-Frauen.
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