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"Während als Folge der Finanzmarktkrise reihenweise die kapitalgedeckten Pensionssysteme kollabieren, erweist sich das gesetzliche Umlagesystem als das überlegene System der Pensionssicherung. Betriebspensionen sind bestenfalls als Zusatzpension zu einer starken ersten Säule denkbar", so die Bundesgeschäftsführerin der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Dwora Stein anlässlich einer gemeinsamen Veranstaltung von AK und GPA-djp zu "Pensionskassen in Zeiten der Finanzmarktkrise".
"Insbesondere geht es darum, rückwirkend die Garantie für die gesetzliche Mindestverzinsung wieder einzuführen", fordert Stein. "Es stellt sich immer mehr heraus, dass die derzeitige Architektur der Pensionskassen grundlegend überdacht und reformiert werden muss. Wir brauchen eine ausgewogene Aufteilung der Finanzmarktrisken zwischen Anwartschaftsberechtigten, Arbeitgebern und Pensionskassen. Derzeit werden die Risken fast ausschließlich von den Anwartschafts- und Leistungsberechtigten getragen. Gerade jetzt geht es darum, nicht noch mehr Geld in die zweite Säule zu pumpen, sondern die erste Säule zu sichern und auszubauen und die Pensionskassen grundlegend zu reformieren. Nur die erste Säule ist ein solides Fundament, das auch Krisenzeiten übersteht. Jetzt sollten auch die letzten verstanden haben, dass die Abhängigkeit der Alterssicherung von den Kapitalmärkten für die Menschen desaströse Auswirkungen hat", so Stein abschließend.
Datum:
27.11.2008
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