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Anton-Benya-Preis: Zwei SalzburgerInnen ausgezeichnet

Reinhilde Hufnagl (Gründerin der Fachgruppe für Gesundheitsberufe im ÖGB-Salzburg) und Walter Bacher (Landesvorsitzender der HTV, stellvertretend für die MitarbeiterInnen der Gletscherbahnen Kaprun)

Am 06. Oktober 2006 fand im Festsaal des Wiener Rathauses um 10:00 Uhr die Anton-Benya-Preisverleihung statt. Der Anton-Benya-Stiftungsfonds wurde 1972 anlässlich des 60. Geburtstags von Anton Benya gegründet. Er hat den Zweck, alle zwei Jahre Persönlichkeiten und Projekte auszuzeichnen, die sich in besonderem Ausmaß um die Facharbeit verdient gemacht haben.


Aus den Zinserträgen des Vermögens werden Hauptpreise, Einzelpreise, Förderungspreise und Anerkennungspreise vergeben. Bisher wurde die Facharbeit der PreisträgerInnen mit über EUR 494.000 gefördert. Zweck und Absicht der Stiftung ist, den Wert und die Bedeutung der Facharbeit - insbesondere der manuellen Arbeit - der Öffentlichkeit bewusst zu machen und ihr gesellschaftliches Ansehen zu fördern.

Einzelpreis für Reinhilde Hufnagl

Reinhilde Hufnagl zeichnet sich durch besonderes Engagement in der Ausbildung von Gesundheits- und KrankenpflegerInnen aus. Mit dem Aufbau einer Ausbildungsschiene im bfi hat sie vielen ArbeitnehmerInnen zu einer abgeschlossenen Berufsausbildung verholfen.
Besonders hervorzuheben ist auch ihre Gründung der Fachgruppe für Gesundheitsberufe im ÖGB-Salzburg, deren Vorsitzende sie bis 1992 war.
Im Rahmen der Ausbildungsreform 1997 setzte sie sich dafür ein, die Bereiche der Altenpflege, der Palliative Care und der Hauskrankenpflege sichtbar zu machen und zu betonen.

Förderpreis für Walter Bacher stellvertretend für die MitarbeiterInnen der Gletscherbahn Kaprun

Die MitarbeiterInnen der Gletscherbahn Kaprun standen beim Unglück der Standseilbahn Kaprun am 11. November 2000 im Intensiveinsatz. Sie brachten die Hilfsmannschaften zu den Unglücksstellen und waren die ersten im Stollen, um das Wrack zu sichern und bei der Bergung der vielen Unfallopfer zu helfen. Die MitarbeiterInnen der Gletscherbahn blieben oft bis zur Erschöpfung im Tunnel. Keine/r von ihnen war für einen derartigen Einsatz ausgebildet, durch die Aufräumungs- und Bergungsarbeiten waren auch sie monatelang mit dem Unglück konfrontiert. Ihr übermenschlicher Einsatz wurde in der Öffentlichkeit nie erwähnt. Walter Bacher nimmt den Preis stellvertretend für die tapferen MitarbeiterInnen entgegen.
"Ich bin stolz auf unsere Salzburger PreisträgerInnen und bedanke mich ganz herzlich für ihr Enagement", zeigt sich Heidi Hirschbichler beeindruckt von den Leistungen der Ausgezeichneten.

Rückfragen an Heidi Hirschbichler: 0664/2530037


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