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Forderungspaket der ARGE-ÄrztInnen (pdf, 43 KB)



ARGE ÄrztInnen im ÖGB

Österreichweiten ÄrztInnenkollektivvertrag und kein "zu Tode bürokratisieren"

Die Forderungen an die nächste Bundesregierung


Ein österreichweiter Kollektivvertrag für angestellte ÄrztInnen und ein Schluss mit dem "zu Tode bürokratisieren" sind zwei Beispiele aus dem Forderungskatolog, den die ARGE ÄrztInnen im ÖGB an die nächste Bundesregierung richten. "Vordringlichste Aufgabe ist es allerdings, dass gleich nach der Wahl die Finanzsituation der Gebietskrankenkassen saniert wird", so die Vorsitzende der ARGE ÄrztInnen, Dr. Sabine Oberhauser.

Die ARGE ÄrztInnen sehen im Gesundheitsbereich generell eine Beschäftigungschance mit qualifizierten Arbeitsplätzen. Allerdings sind beste Aus- und Weiterbildung, angemessene Bezahlung sowie aushaltbare Arbeitszeiten eine Grundvoraussetzung damit einerseits die beste PatientInnenbetreuung möglich ist und anderseits Ärztinnen mit Kindern nicht aus dem Beruf gedrängt werden. Wichtig ist dabei auch, dass die geänderte EU-Arbeitszeitrichtlinie mit zahlreichen Verschlechterungen in Österreich keine Anwendung findet.

Die Einkommenssituation angestellter ÄrztInnen ist in Österreich völlig unterschiedlich und hängt entscheidend vom Träger der Krankenanstalten ab. Wörtlich heißt es: "Vor allem aus dem Bereich der Privatspitäler und Universitätskliniken gibt es immer wieder Klagen der betroffenen ÄrztInnen über zum Teil sittenwidrige Gehälter. Auch werden Überstunden nur teilweise oder gar nicht abgegolten. Die Konsequenz: Nur ein österreichweiter einheitlicher Kollektivvertrag bringt Abhilfe.

Die zunehmende Dokumentationsflut wird als "zu Tode bürokratisieren" bezeichnet, und daher wird ein Bürokratiestopp gefordert. Dies sei auch wichtig im Zusammenhang mit der Arbeits- und Ausbildungssituation der TurnusärztInnen. Diese würden oft "abgeschoben in ein Kämmerchen zum Eingeben von PatientInnen-Daten in den PC. Notwendig sind daher einheitliche Ausbildungsstandards und eine Klarstellung, dass der Krankenanstaltenträger die Pflicht zur Ausbildung hat und die notwendigen Rahmenbedingungen gewährleisten muss.

Weitere Forderungen sind eine bedarfsgerechte Planung sowie die Qualitätssicherung der Medizin. Gleichzeitig müsse die Prävention gestärkt und die Pflichtversicherung beibehalten werden. Oberhauser: "Grundvoraussetzuung ist eine solidarische Finanzierung des Gesundheitssystems sowie eine rasche Entschuldung der Gebietskrankenkassen."


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