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18. ÖGB-Bundesfrauenkongress

Korinna Schumann ist neue ÖGB-Frauenvorsitzende

Korinna Schumann wurde heute, am 10. April 2018, von den Delegierten des 18. ÖGB-Bundesfrauenkongresses mit 94,8 Prozent der gültigen Stimmen zur neuen Frauenvorsitzenden im ÖGB gewählt.

Im Fokus ihrer neuen Aufgabe stehen gerechte Einkommen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und der Kampf gegen die Armutsgefährdung von Frauen. Gemeinsam mit den ÖGB-Frauen will sie die Zukunft der Arbeit im Sinne der Frauen modern, gerecht und sicher gestalten. „Wir erteilen den wieder erwachten Ideen der ‚Frauen zurück an den Herd‘-Politik eine kräftige Absage“, sagte die neue Vorsitzende der ÖGB-Frauen.

Leitantrag beschlossen

Beim 18. ÖGB-Bundesfrauenkongress wurde auch der Leitantrag für die kommenden fünf Jahre beschlossen. Besonderen Fokus legen die ÖGB-Frauen auf die Digitalisierung und die damit verbundenen Veränderungen der Arbeitswelt. Bereits jetzt ist eine extreme Arbeitsverdichtung spürbar, das Tempo am Arbeitsmarkt hat sich erhöht und die Grenzen zwischen Beruf und Privatleben verschwimmen. Daher fordern die ÖGB-Frauen u. a. eine bessere Verteilung durch eine Verkürzung der Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich und das Erreichen der sechsten Urlaubswoche für alle Beschäftigten nach 25 Jahren Erwerbstätigkeit.

Um Frauen gleiche Chancen und echte Wahlfreiheit zu ermöglichen, braucht es einen raschen Ausbau der ganztägigen, flächendeckenden, leistbaren und vor allem qualitativ hochwertigen Kinderbetreuungseinrichtungen, einen Mindestlohn von 1.700 Euro brutto bei Vollzeit in allen Kollektivverträgen und für Teilzeitbeschäftigte eine Erhöhung des Mehrarbeitszuschlags sowie einen Rechtsanspruch auf Erhöhung der Arbeitszeit bei regelmäßiger Mehrarbeit. Für mehr Einkommensgerechtigkeit müssten zudem die Eltern-, Pflege- und Familienhospizkarenzzeiten auf alle dienstzeitabhängigen Ansprüche gesetzlich angerechnet werden. Dadurch hätten Frauen u. a. einen schnelleren Anspruch auf die sechste Urlaubswoche.

Weitere Forderungen:

  • Verpflichtende Einkommensberichte ab 100 Beschäftigten
  • Lohntransparenzgesetz für die innerbetriebliche Offenlegung aller Gehälter und Löhne
  • Rechtsanspruch für ArbeitnehmerInnen auf bezahlte Weiterbildungsmaßnahmen im Ausmaß einer wöchentlichen Normalarbeitszeit pro Jahr
  • Abschaffung der 24-Stunden-Betreuung auf selbstständiger Basis
  • Keine raschere Anhebung des Frauenpensionsantrittsalters
  • Psychotherapie auf „Krankenschein“
  • Ausreichend finanzielle Mittel zur Absicherung und zum Ausbau von Frauenhäusern, Gewaltschutzzentren und Frauen- und Mädchenberatungsstellen

Hier geht's zum Lebenslauf von Korinna Schumann.

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