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UKHs zusperren, ist lebensgefährlich

Proteste gehen weiter: Menschenkette ums Unfallkrankenhaus Wien-Meidling

„Die Regierung schadet unserer Gesundheit“, „Ohne AUVA sind 5 Millionen Menschen ohne Versicherungsschutz“, „Hände weg von der AUVA“ oder „Ohne AUVA sag baba zum UKH“. Das sind nur einige der Sprüche auf den Plakaten und Transparenten der Menschen, die am 12. April, gegen die Zerschlagung der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) protestierten.

Menschenkette mit mehr als 500 Personen
Mit Trillerpfeifen und Hupen haben mehr als 500 ÄrztInnen, Beschäftigte, GewerkschafterInnen und Versicherte rund um das Unfallkrankenhaus in Wien-Meidling eine Menschenkette gebildet. Sie haben auf die Folgen für die PatientInnen, Versicherten und Beschäftigten aufmerksam gemacht, sollte die Unfallversicherung aufgelöst werden. Die SPÖ Meidling hatte am Vortag zur Kundgebung aufgerufen, gleichzeitig haben die Gewerkschaften GPA-djp und vida eine öffentliche Betriebsversammlung vor dem Krankenhaus in Meidling abgehalten.

Breite Allianz für Erhalt der Unfallkrankenhäuser
Barbara Teiber von der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA-djp) versichert: „Wir werden weiter für den Erhalt der AUVA kämpfen!“ Auch Streikdrohungen wurden geäußert. "Einsparungen auf dem Rücken der Patienten, das dürfen und werden wir nicht zulassen", befand der Obmann der Kurie der angestellten Ärzte in der Wiener Ärztekammer, Wolfgang Weismüller. Und er drohte ganz unverhohlen: "Die Wiener Ärztekammer ist kampferprobt."

Und auch der AUVA-Zentralbetriebsratsobmann Erik Lenz ist überzeugt: Auch wenn die Unfallkrankenhäuser bestehen bleiben, werde die Versorgung unter neuen Trägern nicht dieselbe sein. Die Einsparungen, die daraus entstünden, würde nur einigen Großkonzernen zugutekommen. "Sie wollen die AUVA-Einrichtungen verhökern", sagt der AUVA-Zentralbetriebsratsobmann.

Hände weg von der AUVA - Protestaktion

 

Hintergrund
Im Regierungsprogramm wird von der AUVA gefordert, 500 Millionen Euro einzusparen, um eine Senkung der Arbeitgeberbeiträge zur Unfallversicherung von 1,3 auf 0,8 Prozent möglich zu machen. Für den Fall, dass dies nicht gelingt, wird der AUVA die Auflösung angedroht. Wird die AUVA abgeschafft, werden auch die Unfallkrankenhäuser geschlossen werden müssen. Das ziehe eine massiv schlechtere Unfallversorgung mit sich. So setze die Regierung auch das Leben von Menschen aufs Spiel, warnten Betriebsräte und Gewerkschaft auch schon bei der gestrigen Protestaktion vor dem UKH Lorenz Böhler in Wien.

Mehrere Protestaktionen in wenigen Tagen
Die Menschenkette rund um das Unfallkrankenhaus Meidling ist der jüngste Protest innerhalb weniger Tage. Am Dienstag war vor dem Lorenz-Böhler-Krankenhaus in Wien-Brigittenau eine Betriebsversammlung ausgerufen worden. Am selben Tag zu Mittag gingen rund 250 der 330 Mitarbeiter des Rehabilitationszentrums Weißer Hof in Klosterneuburg auf die Straße. Am Freitag will man auch in der Landesstelle in der Webergasse in Wien protestieren. Wie sich die Regierung entscheiden wird ist noch unklar. Eines steht aber fest: Der ÖGB und die Gewerkschaften, werden für den Erhalt der AUVA kämpfen.

Die AUVA darf nicht zerschlagen werden! - online unterstützen und unterschreiben!

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