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Ja zu fairen Arbeitsmarktchancen für Frauen

Brauchen geeignete Rahmenbedingungen und Planbarkeit

„Frauen tragen den Hauptteil der Betreuungspflichten in Österreich. Schon jetzt arbeitet jede zweite Frau in unserem Land Teilzeit, und das oft nicht freiwillig. Durch eine Arbeitszeitverlängerung sinken ihre Chancen noch mehr, auf Vollzeit umzusteigen und damit auch auf ein besseres Einkommen“, sagt Korinna Schumann, ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende, bei der heutigen ÖGB-Demo in Wien. „Besonders für AlleinerzieherInnen, die häufig am Existenzminimum leben, ist das eine Katastrophe. Frauen werden noch mehr in Teilzeitarbeit und aus dem Arbeitsmarkt gedrängt“, kritisiert Schumann und fordert faire Arbeitsmarktchancen für alle.

Statt einem 12-Stunden-Tag brauchen Frauen, aber auch alle anderen Menschen mit Betreuungspflichten, geeignete Rahmenbedingungen und Planbarkeit, um Beruf und Privatleben gut vereinbaren zu können. Dazu gehöre unter anderem ein gutes, arbeitnehmerInnenfreundliches Betreuungs- und Pflegeangebot, das in Österreich nach wie vor nicht flächendeckend gegeben ist.

Regierung vergisst auf ältere ArbeitnehmerInnen

Überlange Arbeitszeiten schaden der Gesundheit und erhöhen das Unfallrisiko. Es bleibt weniger Zeit zum Regenerieren – und das stellt vor allem für ältere ArbeitnehmerInnen ein enorme Belastung dar. „Es ist wissenschaftlich belegt, dass ältere ArbeitnehmerInnen ausreichende Regenerationsphasen benötigen. Bereits jetzt sind sie besonders von Arbeitslosigkeit bedroht, eine generelle Ausweitung der Arbeitszeit wird sich für sie besonders negativ auswirken“, betont die ÖGB-Vizepräsidentin und fügt abschließend hinzu: „Auch für diese Menschen interessiert sich die Regierung nicht. Nach dem abrupten Aus für die Aktion 20.000 werden nun auch mit diesem Gesetzesentwurf viele Bemühungen zum Thema ‚Alternsgerechtes Arbeiten‘ zunichte gemacht.“

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