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Bittere Geschenke zum Schulstart

ÖGB-Frauen fordern frauen- und familienfreundliche Arbeitswelt

Seit 1. September gilt ein neues Arbeitszeitgesetz, dass massive Auswirkungen auf ArbeitnehmerInnen hat. Über dieses bittere Geschenk zum Schulstart haben die ÖGB-Frauen am 5. September informiert, denn gerade mit Kindern ist der 12-Stunden-Tag schwer zu meistern. Korinna Schumann, ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende, betont: „Kind und Job unter einen Hut zu bringen, stellt für viele Eltern eine enorme Herausforderung dar. Ihre Situation wird nun noch schwieriger, denn die Bundesregierung schenkt ihnen zu Schulbeginn den generellen 12-Stunden-Tag und die 60-Stunden-Woche. Damit werden die ArbeitnehmerInnen mit ihren Sorgen und Ängsten vollkommen allein gelassen.“

Ausbau der Kinderbildungseinrichtungen

Das neue Arbeitszeitgesetz führt einerseits dazu, dass das Familien- und Privatleben nur schwer plan- und gestaltbar ist und andererseits noch mehr Frauen mit Betreuungspflichten in Teilzeit, oder sogar aus dem Arbeitsmarkt gedrängt werden. In den meisten Regionen Österreichs ist das Kinderbildungsangebot nur in den seltensten Fällen mit Arbeit in Vollzeit vereinbar und schon gar nicht auf 12-Stunden-Tage ausgerichtet – lediglich Wien ist hier eine Ausnahme. „Das beweist, dass die aktuellen Entwicklungen in eine völlig falsche Richtung gehen. Statt überlangen Arbeitszeiten braucht es dringend einen verstärkten Ausbau der flächendeckenden, leistbaren und vor allem qualitativ hochwertigen Bildungseinrichtungen für Kinder in allen Altersgruppen. Denn Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen, geht nur mit einer guten Kinderbetreuung, die auch faire Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten in diesem Bereich garantiert“, sagt die ÖGB-Vizepräsidentin.

Forderungen der ÖGB-Frauen

  • Flächendeckendes, leistbares und qualitativ hochwertiges Kinderbildungsangebot für jedes Kind ab dem 1. Lebensjahr bis zum Schuleintritt
  • Bundeseinheitliches Rahmengesetz für Kinderbildungseinrichtungen und Horte
  • Volle gesetzliche Anrechnung der Karenzzeiten
  • KV-Mindestlohn von 1.700 Euro brutto

Umfrage: Kind & Job – Wie schaffen Sie das? Hier online teilnehmen.

Alle Fotos der Aktion finden Sie auf flickr.

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Demo gegen 12-Stunden-Tag
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