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Equal Pay Day: Nicht nur reden, sondern handeln – und zwar rasch

Kinderbetreuung und gesetzliche Anrechnung der Karenzzeiten dringend notwendig

Frauen werden nach wie vor schlechter bezahlt als Männer – dieses Jahr um 19,9 Prozent. Im Alter entsteht sogar eine Pensionslücke von bis zu 43 Prozent. „Jedes Jahr aufs Neue beklagen wir die noch immer hohen Lohnunterschiede. Ein wichtiger Schritt wäre es, nicht länger nur darüber zu sprechen, sondern zu handeln, für echte Lohngerechtigkeit zu sorgen und Frauen vor Altersarmut zu bewahren – und zwar rasch“, fordert Korinna Schumann, ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende, anlässlich des Equal Pay Day. „Die Gratisarbeit von Frauen wird einer modernen Arbeitswelt nicht gerecht und kann nicht länger toleriert werden.“

Damit Frauen bald gleich viel verdienen wie Männer, müsse laut Schumann an vielen verschiedenen Schrauben gedreht werden. Ein effektives Mittel zum Schließen der Einkommensschere ist die gesetzliche Anrechnung der Karenzzeiten. Nachdem sich sowohl ÖVP und FPÖ in den vergangenen Wochen für die volle Anrechnung ausgesprochen haben, erwartet sich die ÖGB-Vizepräsidentin die rasche gesetzliche Umsetzung: „Die Gewerkschaften haben in den vergangenen Jahren mit verantwortungsvoller Kollektivvertragspolitik gezeigt, dass es möglich ist, Gleichstellung zu forcieren und Lohnunterschiede zu verringern. Es braucht aber eine gesetzliche Regelung für alle Beschäftigten, die in Karenz gehen – und das sind meistens Frauen. Jetzt ist die Politik am Zug.“

Außerdem fordern die ÖGB-Frauen einen Anspruch auf einen Kinderbildungs- bzw. Betreuungsplatz mit den notwendigen Rahmenbedingungen, vor allem auch für die Beschäftigten in diesem Bereich. Denn der von der Regierung durchgepeitschte generelle 12-Stunden-Tag wird die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Eltern weiter erschweren.

Um echte Lohngerechtigkeit zu erreichen, muss aber noch viel mehr geschehen: Die ÖGB-Frauen kämpfen weiterhin für ein kollektivvertragliches Mindesteinkommen von 1.700 Euro brutto bei Vollzeitbeschäftigung und fordern ein Lohntransparenzgesetz zur innerbetrieblichen Offenlegung der Gehälter: „Einkommensberichte ohne Sanktionsmöglichkeit und nur in Großbetrieben sind zu wenig.“ Unterstrichen wird von der ÖGB-Vizepräsidentin auch die Forderung nach gleichem Stundenlohn für Vollzeit- und Teilzeitkräfte (etwa bei Zulagen oder Zuschlägen).

„Es ist höchste Zeit, dass die Regierung Frauen und ihre Arbeit, die sie täglich leisten, ernst nimmt und Maßnahmen setzt, die ihre soziale Situation sowie die Bedingungen am Arbeitsmarkt wesentlich verbessern. Es liegen genug Handlungsvorschläge auf dem Tisch“, sagt Schumann abschließend.
 

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