Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen darüber finden Sie in der Datenschutzerklärung.
www.oegb.at

Frauen gewinnen sieben Tage in Richtung Einkommensgerechtigkeit

vida-Vondrasek: „Druck zur Durchsetzung von Frauenrechten bleibt aufrecht“

In Österreich verdienen Frauen nach wie vor weniger als ihre männlichen Kollegen. Auf dem Lohnzettel ist der Unterschied groß, heuer liegt er bei 19,9 Prozent. „Frauen bekommen für gleichwertige Arbeit im heurigen Jahr 10.172 Euro brutto weniger als Männer. Das ist eine Schande und beschämend“, sagt Elisabeth Vondrasek, Bundesfrauenvorsitzende der Gewerkschaft vida. Der diesjährige Equal Pay Day findet österreichweit am 20. Oktober statt. Das bedeutet, dass Frauen ab diesem Tag bis zum Jahresende, also 73 Tage, statistisch gesehen gratis arbeiten.

   Kleine Schritte zeigen Wirkung

Vondrasek hält fest, dass „wir den Equal Pay Day heuer um eine Woche später begehen als noch 2017. Das ist darauf zurückzuführen, dass das Vollzeitdurchschnittseinkommen der Frauen doppelt so stark gewachsen ist als bei den Männern. Das haben die hunderten VerhandlerInnen in den Kollektivertragsrunden mit der Forderung nach der Umsetzung des 1.500-Euro-Mindestlohnes durchgesetzt!“. Die vida-Gewerkschafterin verweist zudem darauf, dass auch andere Maßnahmen zu greifen beginnen: „Ich denke hier etwa an die Reformen beim Kinderbetreuungsgeld. Dadurch gibt es kürzere Karenzunterbrechungen. Auch verpflichtende Einkommensberichte wirken sich positiv aus. Transparenz ist ein wichtiges Instrument, um die Einkommensschere zu schließen. Denn nur, wenn ich weiß, wer wie viel bezahlt bekommt, bin ich für Verhandlungen gerüstet.“

   Kampf für Lohngerechtigkeit geht weiter

 Vondrasek betont, dass gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit das Kernstück der Frauenpolitik der Regierung sein sollte: „Davon merken wir aber nichts. Die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben wird durch die Bundesregierung sogar erschwert. Die Einführung der 60-Stunden-Woche macht es gerade berufstätigen Müttern noch schwieriger, einer Vollzeitbeschäftigung nachzugehen und Familie und Beruf zu vereinen. Das trägt zu einer weiteren Verstärkung von ungleichen Einkommen zwischen Frauen und Männern bei, und die Diskriminierung von Frauen am Arbeitsmarkt nimmt zu." Abschließend betont Vondrasek: „Wir geben unseren Kampf für mehr Einkommensgerechtigkeit erst dann auf, wenn der Equal Pay Day am 31. Dezember stattfindet!"

   Forderungen der vida-Frauen:

*   Arbeitszeiten, mit denen Beruf und Privatleben vereinbart werden
    können: NEIN zum 12-Stunden-Tag und zur 60-Stunden-Woche!
*   Flächendeckendes, leistbares und qualitativ hochwertiges
    Kinderbildungsangebot für jedes Kind ab dem ersten Lebensjahr bis zum
    Schuleintritt
*   KV-Mindestlohn von 1.700 Euro brutto bei Vollzeitbeschäftigung
*   Offenlegung der Einkommen im Betrieb für Einkommensgerechtigkeit
*   Gesetzliche Anrechnung der Elternkarenzen

Artikel weiterempfehlen

Youtube
Facebook
Flickr
Kassenfusion: Alles nur heiße Luft!
Newsletterauswahl

ÖGB Newsletter

Hier erhalten Sie wöchentlich die wichtigsten Informationen des ÖGB zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie Berichte, Veranstaltungstipps und vieles mehr.
Geschlecht
Geschlecht:
Name
© Österreichischer Gewerkschaftsbund | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutz | Inhalt