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24-h-Betreuung

Gute Qualität für Menschen mit Pflegebedarf, deren Familien und die BetreuerInnen sicherstellen

Glücklicherweise werden die Menschen immer älter. Dadurch wird aber auch die Gruppe derjenigen immer größer, die nicht mehr in der Lage sind, ein selbständiges und unabhängiges Leben zu führen. Mehr als die Hälfte der Pflegebedürftigen wird ausschließlich von ihren Angehörigen versorgt – in den meisten Fällen von Frauen.

Eine andere Möglichkeit ist die 24-Stunden-Betreuung, die in der Praxis überwiegend auf selbstständiger Basis ausgeübt wird. Das hat zur Folge, dass weder das Arbeitszeitrecht noch kollektivvertragliche Mindestlöhne gelten. Der ÖGB fordert, dass 24-Stunden-Betreuungskräfte bei zertifizierten Trägervereinen als ArbeitnehmerInnen beschäftigt sein sollen. Zur Finanzierung von Pflege und Betreuung muss der bestehende Pflegefonds zur Dauereinrichtung werden. Zur Finanzierung würden sich Vermögens-, Erbschafts- und Schenkungssteuer anbieten. ÖGB-Forderungen zum Thema Pflege und Betreuung finden Sie im ÖGB-Grundsatzprogramm ab Seite 107.

Nur ein Teil des Geldes kommt bei den Betreuerinnen an

Obwohl es sich bei der 24-Stunden-Betreuung in den meisten Fällen um selbstständige Tätigkeit handelt, sehen die Betreuerinnen vom hart verdienten Geld oft am allerwenigsten, berichtete der „Kurier“ schon 2014: „Das Honorar erhalte ich nicht von der Familie, wo ich arbeite, sondern von unserem Busfahrer in Rumänien in bar ausbezahlt“, berichtete eine Betreuerin.

Nach den elf Jahren, seit die 24-Stunden-Betreuung geregelt wurde, „zeigt sich, dass bei Weitem noch nicht alles in Ordnung ist. Es fehlt in vielen Fällen Fairness, Transparenz und Qualität. Es wird Zeit für nächste Schritte“, sagte AK-Präsidentin Renate Anderl bei einer Veranstaltung am 29. Oktober und verlangt einen verbindlichen gesetzlichen Rahmen, damit gute Qualität für Menschen mit Pflegebedarf, deren Familien und die PersonenbetreuerInnen sichergestellt werden kann. Mehr dazu finden Sie auf der Seite der Arbeiterkammer.


 

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