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Gleichberechtigt

Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung: Vorurteile abbauen

„Das Wichtigste, um gleichberechtigt leben zu können, ist, dass Menschen mit Behinderung die Chance bekommen, einen Arbeitsplatz zu finden“, sagt Herbert Pichler, Leiter des Chancen Nutzen Büro im ÖGB, anlässlich des Internationalen Tags der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember. „Das ist gleichzeitig aber auch die große Problematik, weil es noch immer sehr viele Vorbehalte und Vorurteile sowie Ängste und Unsicherheiten in den Unternehmen gibt, was den Zu- und Umgang von Menschen mit Behinderung betrifft.“

Diese Vorurteile entstehen aus Informationsmangel und Berührungsängsten. Doch bei der Einstellung von Betroffenen ist nicht primär die Form und Schwere der Behinderung oder Beeinträchtigung von Bedeutung, sondern die Kombination der Fähigkeiten der betreffenden Person mit den Anforderungen des Arbeitsplatzes. So können durch technische Hilfsmittel und/oder bauliche Adaptionen, die finanziell gefördert werden, etwaige Beeinträchtigungen ausgeglichen werden.

Märchen vom erhöhten Kündigungsschutz

„Auch das Märchen, dass Menschen mit Behinderung unkündbar seien, hält sich fälschlicherweise sehr fest in den Köpfen vieler UnternehmerInnen“, kritisiert Pichler. „Hier gab und gibt es viel zu wenig Aufklärungsarbeit in den Unternehmen. Viele sind der Meinung, dass es für Menschen mit Behinderung ein absolutes Kündigungsverbot gibt. Das stimmt nicht. Wenn es einen Feststellungsbescheid, der den Kündigungsschutz rechtlich bescheinigt, gibt, dann gilt dieser erst ab dem fünften Arbeitsjahr. Unternehmen haben also vier Jahre lang Zeit, sich anzusehen, ob der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin geeignet ist oder nicht“, erklärt der Experte.

Inklusion

Rund 1,7 Millionen Menschen mit Behinderung, chronischen oder psychischen Krankheiten leben in Österreich und noch immer existiert in Österreich keine vollständige Inklusion. „Diese müsste bereits in der Grundschule beginnen und bis zum Studium durchgezogen werden. Menschen mit Behinderung sollten ganz normal mit anderen die Schule besuchen können und die gleichen Chancen bekommen“, sagt Pichler. In den Unternehmen müsse mehr sensibilisiert werden. Hier leisten die Behindertenvertrauenspersonen in den Betrieben bereits sehr gute Arbeit.

Herbert Pichler ist für Menschen mit Behinderung unterwegs

Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung und UN-Konvention

Der Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen wurde von der Generalversammlung der Vereinten Nationen erstmalig am 3. Dezember 1993 ausgerufen. Heuer feiern wir außerdem 10 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention, die in Österreich am 26. Oktober 2008 in Kraft trat. Die Konvention rückt davon ab, dass Menschen mit Behinderung nur WohlfahrtsempfängerInnen sind. Barrieren sollen beseitigt werden und Menschen mit und ohne Behinderung die gleichen Rechte haben. Sie müssen auf allen Ebenen in die Gesellschaft voll inkludiert werden.

Chancen Nutzen

Das Chancen Nutzen Team hat die Verbesserung der Beschäftigungssituation von älteren Personen und Menschen mit Behinderung, chronischen und/oder psychischen Erkrankungen zum Ziel und bietet Unterstützung, Beratung, Seminare und Information zu Fördermöglichkeiten an.

Mehr über die Arbeit des Chancen Nutzen Büros im ÖGB finden Sie hier.

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