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Mangelberufsliste

Der ÖGB ist dagegen, die Mangelberufe zu regionalisieren.

Was sind Mangelberufe?

Darunter versteht man Berufe, für die sich nicht genügend ArbeitnehmerInnen melden. Damit Unternehmen dennoch qualifizierte Arbeitskräfte finden, gibt es für gelernte Fachkräfte außerhalb der EU die Möglichkeit, mittels Rot-Weiß-Rot-Card vereinfacht nach Österreich zu kommen, um in einem dieser in der Fachkräfteverordnung festgelegten Mangelberufe zu arbeiten.

Voraussetzung ist, dass die einwanderungswillige Fachkraft ein konkretes Arbeitsplatzangebot in Österreich vorweisen kann und eine Mindestpunktezahl aufgrund verschiedener Kriterien (Berufserfahrung, Deutsch- oder Englischkenntnisse, Alter) erreicht. Die Mangelberufsliste wird jedes Jahr neu herausgegeben. Die aktuelle Mangelberufsliste finden Sie auf der Website der Wirtschaftskammer.

Regionalisierte Mangelberufsliste

Weil der Mangel nicht in allen Bundesländern gleich ist (im Westen Österreichs fehlt es beispielsweise stärker an Personal in der Gastronomie, im Süden am Bau), wird die Bundesregierung die Mangelberufsliste deutlich ausweiten, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen. Ab 2019 werden die Mangelberufslisten pro Bundeland definiert.

Warum sind die Gewerkschaften und der ÖGB gegen diese regionalisierten Mangelberufslisten?

Weil es Ziel sein muss, bei den Arbeit suchenden Menschen in Österreich in Ausbildung und Beschäftigungsmaßnahmen zu investieren anstatt durch die Ausweitung der Liste neue Arbeitskräfte aus Drittstaaten zu holen. Offene Stellen werden außerdem oft deswegen nicht besetzt, weil die Arbeitsbedingungen nicht passen. Anstatt an Arbeitgeber zu appellieren, faire Rahmenbedingungen anzubieten, wurden die tägliche und wöchentliche Arbeitszeit erhöht. Für die Beschäftigten in der Gastronomie, wo der Personalmangel eben überdurchschnittlich groß ist, wurde mit dem neuen Arbeitszeitgesetz beispielsweise bei geteilten Diensten die Ruhezeit zwischen Dienstende und Dienstbeginn von elf auf acht Stunden verkürzt!

Anstatt in Beschäftigungs- und Integrationsmaßnahmen zu investieren, kürzt die Bundesregierung genau die Mittel für diese Bereiche. Nach dem „Aus“ für den Beschäftigungsbonus, die Aktion 20.000 und der Ausbildungsgarantie soll auch beim AMS-Budget weiter der Sparstift angesetzt werden - nach Ansicht der Gewerkschaften und des ÖGB genau der falsche Weg.

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