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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund
Familienbonus kann erst ab einem Bruttoeinkommen von 1.700 Euro bei einem Kind voll ausgeschöpft werden. Familienbonus kann erst ab einem Bruttoeinkommen von 1.700 Euro bei einem Kind voll ausgeschöpft werden.

Familienbonus für Gutverdienende

Ab Jänner 2019 gilt der neue „Familienbonus Plus“. Viele profitieren aber nicht oder nicht im vollen Ausmaß davon.

Wie die Tageszeitung „Österreich“ am 17. Dezember ankündigt, werden Millionen Familien in den kommenden Tagen Post vom Finanzminister Hartwig Löger bekommen. In einem Brief macht er Werbung für den „Familienbonus Plus“, der im Jänner 2019 in Kraft tritt. In dem Schreiben wird jedoch nicht erwähnt, dass rund 700.000 Kinder den Bonus nicht oder nicht voll beziehen können. 

Der sogenannte „Familienbonus Plus“ ist ein Absetzbetrag. Er beträgt 1.500 Euro für Kinder bis zum 18. Lebensjahr, ab dem 18. Lebensjahr gibt es nur noch 500,16 Euro - vorausgesetzt für das Kind besteht Anspruch auf Familienbeihilfe oder den Unterhaltsabsetzbetrag. Doch das gilt nicht für alle. Zehn Prozent der Haushalte mit Kindern werden vom Familienbonus, den die Regierung gerne als „größte Familienentlastung in der Geschichte“ bezeichnet, überhaupt nicht und weitere 24 Prozent nur teilweise profitieren.

Familienfreundlichkeit sieht anders aus

Voll ausgeschöpft werden kann der Familienbonus nämlich erst ab einem Bruttoeinkommen von 1.700 Euro bei einem Kind. Alleinerziehende und -verdienende mit einem geringeren Einkommen erhalten einen Kindermehrbetrag von 250 Euro jährlich. Wer mindestens elf Monate Arbeitslosengeld, Mindestsicherung oder Leistungen aus der Grundversorgung bezogen hat, geht völlig leer aus. Hinzukommt, dass der Kinderfreibetrag (440 Euro pro Jahr und Kind bzw. bei Teilung 300 Euro pro Person) und der Freibetrag für Kinderbetreuungskosten (bis zu 2.300 Euro pro Jahr und Kind unter zehn Jahren) abgeschafft wurden. „Familienfreundlichkeit und eine gerechte Entlastung sehen anders aus“, sagt ÖGB-Vizepräsidentin Korinna Schumann.

2.260 statt 3.000 Euro

Wie sich der Familienbonus auswirkt, zeigen folgende zwei Beispiele:

Ein alleinverdienender Vater mit zwei Kindern hat einen monatlichen Bezug von 2.000 Euro. Vor Abzug des Verkehrs- und AlleinverdienerInnenabsetzbetrags ergibt sich eine jährliche Lohnsteuer von 2.260 Euro. Mit zwei Kindern beträgt der jährliche Familienbonus zwar 2x1.500 Euro= 3.000 Euro, aber es werden höchstens 2.260 Euro erstattet. Der Rest wirkt sich nicht aus, weil er nicht negativsteuerfähig ist.

Eine alleinerziehende Mutter mit einem Kind und einem monatlichen Bruttobezug von 1.150 Euro hat vor Abzug der Absetzbeträge eine Lohnsteuer von 130 Euro jährlich. Der Kindermehrbetrag beträgt für ein Kind 250 Euro. Da der Familienbonus nur mit 130 Euro wirkt, wird die Differenz zum Kindermehrbetrag als Negativsteuer ausbezahlt. Das heißt, die Alleinerzierhin bekommt 120 Euro als Negativsteuer.

Mehr Informationen:
Familienbonus-Plus-Rechner
ÖGB-Schumann: Wenn Steuerentlastung, dann für alle Eltern

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Protestmarsch der Beschäftigten im privaten Sozial- und Gesundheitsbereich
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