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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund

Steuerquoten-Vergleich sagt nichts aus

Steuer- und Abgabenquoten in verschiedenen Ländern können aus verschiedenen Gründen unterschiedlich hoch sein. Über Lebensqualität sagt das nichts aus.

In Mexiko ist die Steuer-/Abgabenquote weltweit am niedrigsten - um mehr als ein Drittel niedriger als in Österreich. Das bedeutet aber nicht, dass den Menschen in Mexiko mehr zum Leben bleibt als in Österreich. Klar ist: Länderübergreifende Vergleiche der Abgabenquote bringen gar nichts. Hohe oder niedrige Steuer-/Abgabequoten sagen nichts darüber aus, wer sie bezahlt und wem damit ein gutes Leben ermöglicht wird. Trotzdem wird immer wieder gefordert, dass die Steuern in Österreich gesenkt werden müssen, weil Österreich eine der höchsten Quoten hat.

Wenn man die Steuern und Abgaben senkt, bleibt den Menschen nicht mehr zum Leben

Sinkt die Quote, müssen die Menschen um ihr Geld teuer Leistungen einkaufen, die jetzt der Staat übernimmt. Ein Staat könnte zum Beispiel die Steuer-/Abgabenquote senken, indem es das öffentliche Pensionssystem abschafft. Dann fallen die Pensionsversicherungsbeiträge weg, die Quote sinkt massiv. Aber die Menschen wären dann gezwungen, privat für das Alter vorzusorgen. Anderes Beispiel: Derzeit wird die Pflege aus Steuern finanziert. Natürlich könnte man die Steuerquote senken und die Menschen verpflichten, private Pflegeversicherungen abzuschließen. Trotz niedriger Quote: Mehr Geld zum Leben bliebe den Menschen dadurch aber natürlich nicht.

Steuer- und Abgabenquote sagt nichts über Belastung der Menschen aus

Ein weiteres Beispiel: Österreich fördert Familien mit der Familienhilfe. Die wird aus Steuern finanziert, die die Steuer-/Abgabenquote erhöhen. Nun könnte man die Familienbeihilfe abschaffen und die Familien stattdessen durch Steuerfreibeträge fördern. Die Freibeträge senken das Steueraufkommen und damit die Quote. Mehr Geld haben die Familien im Schnitt aber nicht. Im ersten Fall ist die Abgabenquote höher, im zweiten Fall niedriger – über die effektive Belastung der Menschen sagt das gar nichts aus.

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