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Steuern: Regierung will ausmisten

Beseitigung von Ausnahmen kann Spengler 3.000 Euro kosten

Die Regierung hat angekündigt, dass das Steuersystem vereinfacht werden muss. Laut Finanzministerium wird überlegt, „komplizierte Ausnahmen“ und Sonderbestimmungen auszumisten. In diesem Fall würden beispielsweise die Schmutz- oder Nachtzulage gestrichen werden, die von der Steuerpflicht ausgenommen sind.  Aber auch das Urlaubs- und Weihnachtsgeld oder Überstunden sind steuerlich begünstigt. Werden diese Ausnahmen beseitigt, bedeutet das, viel weniger Geld für ArbeitnehmerInnen.

„Die Bundesregierung hat zwar einige Details ihrer Steuerreform durchsickern lassen – aber niemand hat die Beseitigung der Ausnahmen bisher dementiert. Es deutet also einiges darauf hin, dass die ArbeiterInnen und Angestellten, aber auch BeamtInnen wie PolizistInnen, dafür bezahlen müssen, dass die Regierungsparteien ihre Wahlkampfspender aus der Industrie entlasten möchte“, warnt Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB.


Beispielrechnungen, was einzelne ArbeitnehmerInnen bei Wegfall von Zulagen oder steuerlichen Begünstigungen verlieren würden:

Spengler: Minus 3.000 Euro pro Jahr

Bruttoentgelt: 3.373,26 Euro

Netto derzeit: 2.478,04 Euro

Netto, wenn Erschwerniszulage, Schmutzzulage und Entfernungszulage versteuert werden müssen: 2.202,03 Euro

Der Spengler verliert also pro Monat 276,01 Euro, pro Jahr 3.036,11 Euro.


Diplomierte Krankenpflegerin: Minus 1.600 Euro pro Jahr

Bruttoentgelt: 2.781,43 Euro

Netto derzeit: 2.043,90 Euro

Netto, wenn Infektionszulage und Nachtdienstzulage versteuert werden müssen: 1.898,43 Euro

Die Krankenpflegerin verliert also pro Monat 145,47 Euro, pro Jahr 1.600,17 Euro.


Nachtarbeiter, chemische Industrie: Minus 1.900 Euro pro Jahr

Bruttoentgelt: 2.550,44 Euro

Netto derzeit: 1.948,81 Euro

Netto, wenn Nachtschichtzulage versteuert werden muss: 1.775,49 Euro

Der Arbeiter verliert also pro Monat 173,32 Euro, pro Jahr 1.906,52 Euro.

 

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