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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund

Frauenanteil im Vorstand sinkt

Nur neun von 186 Vorständen in Österreich weiblich

Die Chefetagen österreichischer Unternehmen sind weiterhin fast ausschließlich Männern vorbehalten. Frauen sind hier immer noch die Ausnahme, obwohl sie gut ausgebildet, talentiert und motiviert sind. Im Jahr 2018 ist die Zahl der Frauen in Vorständen österreichischer börsennotierter Unternehmen gegenüber 2017 sogar erneut zurückgegangen. Nur neun von 186 Vorständen sind weiblich – das sind um zwei weniger als im Dezember 2017. Damit ging der Anteil weiblicher Vorstandsmitglieder von 6,0 auf 4,8 Prozent zurück. Zu diesem traurigen Ergebnis kommt der aktuelle „EY Mixed Leadership Barometer“ des Prüf- und Beratungsunternehmens EY.

Die meisten Frauen sind momentan in den Chefetagen von Handelsunternehmen anzutreffen, wo ihr Anteil bei 14 Prozent liegt. An zweiter und dritter Stelle folgen die IT- (11 Prozent) und Finanzbranche (10 Prozent). Keine einzige Vorständin gibt es in sechs Branchen: Automobil, Energie, Immobilien, Rohstoffe, Telekommunikation und Transport.

Quote zeigt Wirkung
In eine andere Richtung entwickelt sich hingegen der Trend in Österreichs Aufsichtsräten. Hier stieg der Anteil der Frauen in Aufsichtsratspositionen deutlich an – von 18,8 auf 23,2 Prozent. Der Grund dafür ist die am 1. Jänner 2018 in Kraft getretene gesetzliche Frauenquote von 30 Prozent. Von derzeit 544 Aufsichtsratsmitgliedern sind 126 Frauen.
Der Anteil weiblicher Aufsichtsratsmitglieder wächst erfreulicherweise bereits zum dritten Mal in Folge, allerdings ist das Ziel noch nicht erreicht. Es gibt noch viel Aufholbedarf: Trotz der Anforderung von 30 Prozent erfüllt jeder vierte Aufsichtsrat die Quote nach wie vor nicht.

Bündel an Maßnahmen nötig
Quoten sind ein wichtiges Instrument, um Karrierechancen von Frauen zu verbessern und mehr Gleichstellung zu erreichen - aber sie sind kein Universalmittel. Laut ÖGB-Frauen muss das Ziel sein, den Frauenanteil auch durch konsequente Frauenförderung in Führungspositionen zu heben, um die gläserne Decke zu durchbrechen.
Wie Führungspositionen zusammengesetzt sind, hat nämlich großen Einfluss auf viele Entscheidungen, etwa in welchem Bereich Personal eingespart wird oder welche Angebote das Unternehmen zum Thema Vereinbarkeit on Beruf und Familie und Väterkarenz macht. Frauen denken oft andere Lebensrealitäten mit – auch in Führungspositionen.
Außerdem fordern die ÖGB-Frauen einen raschen Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen zu verbessern und einen verpflichtenden Fortschrittsbericht in Unternehmen zur Verringerung der Einkommensschere und zur Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen.
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