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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund

Karfreitag: Mehrkosten sind Märchen

Wirtschaft hat in letzter Zeit viel bekommen; Karfreitag frei für alle

Der EuGH hat am 22. Jänner entschieden, dass der Karfreitag als Feiertag für nur eine Religionsgruppe eine Diskriminierung darstellt. Wolfgang Katzian, Präsident des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB), pocht im Ö1 Morgenjournal nun darauf, dass der Karfreitag für alle zum Feiertag werden soll: „Die Wirtschaft hat in der letzten Zeit eine Vielzahl an Vorteilen generiert. Sie haben den 12-Stunden-Tag und die 60 Stunden Woche bekommen und wir wissen auch ganz genau, dass im letzten Jahr 45 Millionen Überstunden nicht bezahlt wurden, weil erwartet wird, dass die Leute mehr arbeiten.“

Er erinnert auch an die vielen Freiwilligen, die sich in den letzten Wochen Urlaub genommen haben, um Schnee von den Dächern zu schaufeln: „Denen will man jetzt einen Feiertag streichen? Das ist ein Schlag ins Gesicht der ArbeitnehmerInnen.“

600 Millionen Mehrkosten sind Märchen
Wird der Karfreitag ein Feiertag für alle koste das die Wirtschaft 600 Millionen Euro. „Das ist wieder einmal diese typische Märchenstunde der Wirtschaftskammer, die 600 Millionen sind in Wirklichkeit durch nichts nachvollziehbar“, entgegnete Katzian auf die von der Wirtschaftskammer veranschlagten Mehrkosten für einen weiteren Feiertag. „In mehreren Kollektivverträgen ist der Karfreitag bereits ein freier Tag und viele haben sowieso frei. Wie die Wirtschaftskammer auf diese Zahlen kommt weiß niemand.“

Auch einen Abtausch mit dem Pfingstmontag lehnt der ÖGB-Präsident ab. „Wenn wir den einen Feiertag für den anderen streichen, sind wir da wo wir jetzt sind.“  Ein zusätzlicher freier Tag sei durch die arbeitgeberfreundlichen Regelungen der jetzigen Bundesregierung - sprich 12-Stunden-Tag - sowie die gute Konjunktur gerechtfertigt.

Mehr Information zur ÖGB-Position "Karfreitag muss Feiertag werden"

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