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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund

Schließtage schwer zu überbrücken

Kinderbetreuung in den Ferien stellt Eltern vor große Hürden

Kinderbetreuung in den Ferien stellt für viele Eltern eine große Herausforderung dar.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für viele Eltern ein Balanceakt, erst recht wenn beide Elternteile einen Vollzeitjob haben. Besonders schwierig ist die Situation in Ferienzeiten. Das zeigen die Ergebnisse einer ÖGB/-Umfrage, an der im Herbst 2018 3.500 Eltern teilnahmen. Jede/r Dritte ist mit den Schließtagen der Kinderbetreuungseinrichtungen wenig oder gar nicht zufrieden. 

Das Problem der Schließtage stellt sich am häufigsten bei der schulischen Nachmittagsbetreuung, wo vier von zehn Eltern eher oder gar nicht zufrieden sind, in Kindergärten und Ganztagesschule sind es jeweils drei von zehn Eltern. Am seltensten gibt es bei Krippen (26 Prozent) und Horten (21 Prozent) Beschwerden. Dabei zeigen sich gravierende Unterschiede nach Bundesland: In Wien gib es die wenigsten Beschwerden, aber selbst hier sind zwei von zehn Eltern in der Frage der Schließtage nicht wirklich glücklich. In Niederösterreich waren am meisten Eltern wenig oder gar nicht zufrieden, nämlich vier von zehn.

 
Das sagen die Eltern:
• „Am frustrierendsten ist, dass mein Partner und ich als Familie meist getrennt voneinander Urlaub nehmen müssen, um die Ferienbetreuung abdecken zu können.“
• „Die Betreuungssituation in den Ferien ist katastrophal. Bei uns im Ort (ländliche Gegend) gibt es in den Semester- und Osterferien gar keine Betreuungsmöglichkeit.“ 
• „Die Tagesmutter ist super lieb, nur im Krankheitsfall gibt es keinen Ersatz.“
 
ÖGB-Vizepräsidentin Korinna Schumann fordert einen österreichweiten Maßnahmenplan zum Ausbau der Kinderbetreuung. Ziel müsse sein, dass jedes Kind einen Anspruch auf einen Gratis-Kinderbetreuungsplatz hat. Dazu müssten vor allem für Unter-Drei-Jährige mehr Plätze eingerichtet werden. Außerdem müssten Öffnungszeiten erweitert und die Schließtage auf maximal zwei Wochen im Jahr reduziert sowie einheitliche Qualitätsstandards bei Gruppengrößen, Vorbereitungszeiten, Ausstattung und Räumen vorgegeben werden.
 
Unterschiedliche Anzahl an Schließtagen
Laut Statistik Austria schließen Österreichs Kindergärten im Durchschnitt 26,5 Tage pro Jahr. Im Bundesländervergleich verzeichnet Tirol die meisten Schließtage (42,5). In Oberösterreich sind es rund 28 Tage pro Jahr, während Wiens Kindergärten im Schnitt an drei Tagen geschlossen haben.
 
In der Umfrage gaben zudem viele Eltern auch einen Kommentar zum 12-Stunden-Tag, obwohl gar nicht danach gefragt wurde. Hier zwei Zitate, die stellvertretend für die meisten Aussagen der Eltern stehen:
 
• „Ich kann nur Nachtschicht arbeiten, da ich keinen für meine Tochter habe. 12-Stunden-Tag würde bei mir auf keinen Fall gehen.“
• „Alleinerziehende haben gar keine Wahl. Sie können beim Wettbewerb 12-Stundentag gar nicht mehr mithalten und werden zu MindestsicherungsbezieherInnen.“
 
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