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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund

Einkommensberichte nicht auf Großbetriebe beschränken!

Den Analysen müssen auch Taten folgen

„Frauenministerin Juliane Bogner-Strauß bleibt leider Antworten auf viele Fragen schuldig“, sagt ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende Korinna Schumann anlässlich der ORF-Pressestunde: „Damit Eltern, vor allem aber Frauen, Beruf und Familie unter einen Hut kriegen können, braucht es flächendeckend in ganz Österreich Kinderbetreuungseinrichtungen, die ganztägig und ganzjährig geöffnet haben und kostenfrei sind. Dazu müssen die notwendigen Mittel von der Bundesregierung bereitgestellt werden. Gleichzeitig gilt es auch die Arbeitssituation für die Beschäftigten in der Elementarpädagogik bundeseinheitlich zu verbessern“. Gerade erst hat eine Befragung von ÖGB und AK ergeben, dass Eltern neben den hohen Kosten vor allem die Öffnungszeiten und die Anzahl der Schließtage oft als sehr belastend empfinden. Nur in Wien ist die Situation für Eltern besser.+

   Positiv sieht Schumann, dass Bogner-Strauß die Wichtigkeit der Einkommensberichte betont hat: „Ich erwarte mir daher, dass die Ministerien den von den ÖGB-Frauen geforderten Ausbau der Einkommensberichte auf kleinere Unternehmen und weitere Schritte in Richtung Einkommenstransparenz unterstützt.“

   Einkommensberichte ohne Sanktionsmöglichkeit und nur in Großbetrieben sind zu wenig

   Damit Frauen bald gleich viel verdienen wie Männer, müsse laut Schumann an vielen verschiedenen Schrauben gedreht werden. Die ÖGB-Frauen kämpfen für ein kollektivvertragliches Mindesteinkommen von 1.700 Euro brutto bei Vollzeitbeschäftigung und fordern ein Lohntransparenzgesetz zur innerbetrieblichen Offenlegung der Gehälter: „Einkommensberichte ohne Sanktionsmöglichkeit und nur in Großbetrieben sind zu wenig.“ Die ÖGB-Frauen fordern als nächsten Schritt Einkommensberichte bereits in Unternehmen ab 100 ArbeitnehmerInnen (statt derzeit 150) sowie verpflichtende betriebliche Maßnahmen zum Schließen der Einkommensschere. Schumann: „Nur berichten ist zu wenig, es müssen Umsetzungsschritte folgen!“

   Karenzzeiten gesetzlich anrechnen, Papamonat als Recht einführen

   Ein weiteres effektives Mittel zum Schließen der Einkommensschere ist die gesetzliche Anrechnung der Karenzzeiten. Die ÖGB-Vizepräsidentin fordert die rasche gesetzliche Umsetzung: „Die Gewerkschaften haben in den vergangenen Jahren mit verantwortungsvoller Kollektivvertragspolitik gezeigt, dass es möglich ist, Gleichstellung zu forcieren und Lohnunterschiede zu verringern. Es braucht aber eine gesetzliche Regelung für alle Beschäftigten, die in Karenz gehen – und das sind meistens Frauen. Jetzt ist die Politik am Zug.“ Damit Väter die Chance haben, sich verstärkt an der Kindererziehung zu beteiligen, ist ein Rechtsanspruch auf den Papamonat notwendig.

   „Es ist höchste Zeit, dass die Frauenministerin, aber auch die gesamte Regierung, die Anliegen der Frauen ernst nehmen und deren soziale Situation sowie die Bedingungen am Arbeitsmarkt wesentlich verbessern. Es liegen genug Handlungsvorschläge auf dem Tisch“, sagt Schumann abschließend.

 

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