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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund

Neun Argumente für Papamonat

Papamonat ohne Rechtsanspruch ist nur die halbe Miete

In den vergangenen Wochen hat der Papamonat für viel Diskussionsstoff gesorgt – vor allem politisch. Lange Zeit waren sich die Regierungsparteien uneinig, ob es einen Rechtsanspruch auf den Papamonat geben soll oder nicht. Unter dem zunehmenden Druck der Betroffenen wurde endlich auch den Regierungsparteien klar, dass kein Weg an einem Papamonat verbeiführt. Nun soll ein Modell ausgearbeitet werden, das auch auf die Interessen der Wirtschaft Rücksicht nimmt. Ob es einen Rechtsanspruch für alle Väter geben werde, stehe laut Bundeskanzler Sebastian Kurz jedoch noch nicht fest.

„Es muss auf Familien Rücksicht genommen werden, nicht auf Unternehmen“, betont Korinna Schumann, ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende: „Ein Papamonat ohne Rechtsanspruch ist nur die halbe Miete. Wenn der Papamonat ein Erfolgsmodell werden soll, dann führt am Rechtsanspruch kein Weg vorbei.“

Unseriöse Diskussion
Seit vielen Jahren fordern die ÖGB-Frauen einen Rechtsanspruch auf den Papamonat, damit alle Väter eine Chance haben, die erste, wichtige Zeit mit der Familie zu verbringen. Zahlreiche ExpertInnen bestätigen, dass ein Papamonat nicht zu teuer ist und sich positiv auf die Vater-Kind-Beziehung auswirkt.

Wir haben die wichtigsten Argumente zusammengefasst, die für einen Papamonat - für alle Väter - sprechen und zudem aufzeigen, dass es keine langwierigen und unseriösen Diskussionen dazu braucht: 

  • Papamonat ist planbar
Die meisten Babys kommen nicht unerwartet. Wenn Väter ihre Auszeit früh ankündigen, haben Unternehmen mehrere Monate Zeit, sich auf den Ausfall einzustellen - länger als es bei vielen Krankenständen der Fall ist.
 
  • Keine Kosten für Unternehmer
Der Papamonat (Familienzeitbonus) wird von den Gebietskrankenkassen ausbezahlt und nicht von den Unternehmen. Die derzeitige Diskussion um die finanzielle Mehrbelastung der Betriebe durch einen Rechtsanspruch ist daher unseriös.
 
  • Familienfreundlichkeit zahlt sich aus
Der Papamonat kommt nicht nur Arbeitnehmern und ihren Familien zugute, auch die Unternehmen profitieren von einem offeneren Umgang mit dem Thema. Denn Familienfreundlichkeit macht Unternehmen zu einem attraktiven Arbeitgeber und stärkt die Motivation der MitarbeiterInnen.
 
  • Nicht vom Chef abhängig sein
Immer mehr Väter wollen die ersten Wochen mit ihrem Kind verbringen und sich aktiv einbringen. Kommt der Rechtsanspruch, können alle Väter, den Papamonat nutzen und sind nicht vom Wohlwollen des Arbeitgebers abhängig.
 
  • Vater-Kind-Beziehung wird gestärkt
Untersuchungen zeigen: Wenn sich Väter bereits von Beginn an in die Kinderbetreuung involvieren, wirkt sich das positiv auf die Vater-Kind-Beziehung aus und stärkt die Bindung zum Kind.
 
  • Ein Schritt in Richtung Gleichstellung
Erst dann, wenn unbezahlte Arbeit wie Kinderbetreuung von Frauen und Männern zu gleichen Teilen übernommen wird, kann von einer echten Gleichstellung die Rede sein. Der Papamonat ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg.
 
  • Wiedereinstieg wird erleichtert
Der Papamonat ermöglicht Vätern nicht nur die gemeinsame Betreuung des Kindes in den ersten Lebenswochen, sondern erleichtert gleichzeitig Frauen der Wiedereinstieg in den Job.
 
  •  Wochen vergehen schnell
Der Papamonat erstreckt sich über einen Zeitraum von 31. Tagen. Das ist kaum länger als ein 3-wöchiger Urlaub. So wie ein Urlaub lässt sich auch ein Papamonat mit guter Kommunikation und Teamgeist relativ einfach planen.
 
  •  Mehr Väter in Karenz
Als Startbaustein könnte ein Papamonat zu einer besser etablierten Väterkarenz beitragen, die in vielen EU-Ländern längst üblich und bewährt ist. Denn Väter, die aktiv an der Frühphase teilgenommen haben, werden sich leichter dazu entschließen, in der Folge Karenz bzw. Elternkarenz in Anspruch zu nehmen.
 

Mehr Informationen:
Papamonat kommt - oder doch nicht?

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