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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund

Karfreitag: Nur zwei freie Stunden

Statt ganzem freien Tag, kommt jetzt ein "halber" Arbeitstag für alle ArbeitnehmerInnen

Anlässlich der Entscheidung des Europäischen Gerichtshof (EuGH), dass am Karfreitag alle ArbeitnehmerInnen gleich zu behandeln sind, haben ÖVP und FPÖ nun einen Kompromiss in der Karfreitagsfrage gefunden: Der Karfreitag wird ein halber Feiertag, ab 14.00 Uhr haben alle frei.

Feiertag ab 14 Uhr ist lächerlich

Die Gewerkschaften sind von dieser Halbfeiertagslösung für den Karfreitag ganz und gar nicht begeistert. Der Leitende Sekretär des ÖGB, Bernhard Achitz, sagt: „Ein Feiertag ab 14.00 Uhr an einem Freitag, wo ohnehin sehr viele Arbeitnehmerinnen schon zu Mittag Dienstschluss haben, ist lächerlich.“ Erneut sehe man, „von wem sich die Regierungsparteien ihre Gesetze diktieren lassen: von der Wirtschaftskammer und der Industriellenvereinigung“. Die Regierung verteidigt ihre Lösung hingegen damit, dass weitere Belastungen für die Wirtschaft nicht zumutbar seien. Der Generalsekretär der österreichischen Wirtschaftskammer, Karlheinz Kopf, fordert als Ausgleich für den Karfreitag jetzt auch noch eine Senkung der Lohnnebenkosten.

Zwei Stunden sind kein halber Tag

Auch für jene, die ihre wöchentliche Arbeitszeit gleichmäßig auf fünf Tage verteilen, bringt die angekündigte Regelung wenig: „Denn ausgehend von einem 8-Stunden-Tag und Dienstbeginn um 8 Uhr bleiben den ArbeitnehmerInnen gerade einmal zwei Stunden mehr Freizeit. Das Regierungsversprechen, dass es beim Karfreitag zu keinen Verschlechterungen für die ArbeitnehmerInnen kommen wird, ist offenbar genau gar nichts wert“, so Achitz.

Verschlechterung für alle ArbeitnehmerInnen

Die von der Regierung in Aussicht gestellte Lösung ist eine deutliche Verschlechterung für alle ArbeitnehmerInnen, denn nach dem Urteil des EuGH hätten sie am Karfreitag den ganzen Tag frei. Erst recht ist es eine Verschlechterung für alle ArbeitnehmerInnen, die schon bisher am Karfreitag frei hatten, weil sie zum Beispiel evangelisch sind.

Kollektivverträge regeln bessere Ansprüche

Ein Glück ist, dass in vielen Kollektivverträgen und Betriebsvereinbarungen schon bessere Freizeitansprüche für die ArbeitnehmerInnen vereinbart sind. Dadurch haben viele ArbeitnehmerInnen am Karfreitag trotzdem frei oder profitieren von einem Frühschluss zu Mittag. Die Gleichbehandlung, die der EuGH verlangt, werde von der Regierung jedenfalls nicht hergestellt, sagt Achitz.

Weitere Information zum Karfreitag:

 

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