Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen darüber finden Sie in der Datenschutzerklärung.
www.oegb.at

Versteckte Teuerung

Neue Berechnung der Inflation: Erhöhung von Löhnen, Gehältern, Pensionen, Sozialleistungen gefährdet

Alles wird teurer, vor allem Dinge, die die Menschen tagtäglich brauchen: Lebensmittel, Mieten, Energie. Wenn die Preise für Güter und Dienstleistungen steigen, braucht man mehr Geld, um etwas zu kaufen. Das Geld verliert an Wert. Damit sich die ArbeitnehmerInnen trotzdem gleich viel leisten können wie vorher, müssen die Löhne und Gehälter um mindestens die Inflationsrate steigen. Deshalb verhandeln die Gewerkschaften jedes Jahr Lohn-/Gehaltserhöhungen.

Die Höhe der Inflation wird so berechnet
Die Statistik Austria erstellt einen „Warenkorb“ aus Produkten, die viele Menschen brauchen und kaufen. Dann werden die Preise erhoben und die Teuerung berechnet. Wüsste man die Inflationsrate nicht, wäre es für die Gewerkschaften viel schwieriger, Lohn-/Gehaltserhöhungen zu fordern und zu verhandeln. Reallohnverluste drohen, die arbeitenden Menschen könnten sich weniger leisten.


Regierung will, dass Unternehmen keine Auskunft mehr über Teuerung mehr geben müssen

Die Regierung will, dass Unternehmen künftig keine Auskunft über Preiserhöhungen geben müssen. Man kann erwarten, dass sie jene Produkte nicht mehr melden werden, wo die Preiserhöhungen besonders drastisch ausgefallen sind. Ergebnis: Die daraus festgestellte Inflation ist niedriger als die tatsächlichen durchschnittlichen Preiserhöhungen. (Verordnung des Wirtschaftsministeriums)

In den vergangenen Jahren sind vor allem Bereiche teurer geworden, die alle Menschen tagtäglich brauchen: Essen, Mieten, Energie. Menschen mit niedrigere Einkommen sind davon besonders betroffen, denn sie müssen einen größeren Anteil ihres Einkommens für diese Bereiche ausgeben. Sie haben aber kaum etwas davon, wenn zum Beispiel Luxusreisen oder Plasmafernseher billiger geworden sind. Ihre persönliche Inflation ist also schon bisher höher als die berechnete, offizielle Inflation. Das könnte noch schlimmer werden, wenn teurer gewordene Produkte gar nicht mehr gemeldet werden müssen!
 
Die Inflationsrate hat aber viele Auswirkungen auf die Menschen:
  • Damit die Menschen sich trotz Preissteigerungen gleich viel leisten können, müssen die Löhne und Gehälter zumindest um die Inflationsrate steigen. Durch Nichtmeldung künstlich niedrig gehaltene Inflationsraten würden also auch die Löhne/Gehälter drücken! Oder die KV-VerhandlerInnen müssten sich erst auf eine tatsächliche, spürbare Inflationsrate einigen – die Verhandlungen wären komplizierter und länger.
  • Auch die Pensionen werden jährlich auf Basis der Inflationsrate erhöht.
  • Auch bei der Anpassung von Sozialleistungen spielt die Inflationsrate eine Rolle.
Youtube
Facebook
Flickr
Protestmarsch der Beschäftigten im privaten Sozial- und Gesundheitsbereich
Kontakt

Wir sind für Sie da

Österreichischer Gewerkschaftsbund

Johann-Böhm-Platz 1
A- 1020 Wien
E-Mail: oegb@oegb.at

Artikel weiterempfehlen

Newsletterauswahl

ÖGB Newsletter

Hier erhalten Sie wöchentlich die wichtigsten Informationen des ÖGB zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie Berichte, Veranstaltungstipps und vieles mehr.
Geschlecht
Geschlecht:
Name
© Österreichischer Gewerkschaftsbund | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutz | Inhalt